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Original Frankfurter grüne Sauce Rezept

von Rene

Rezept

Grüne Saucen gibt es viele. Doch es gibt nur eine Frankfurter Grüne Sauce. Grie Soß heißt die Spezialität in ihrer hessischen Heimat. Ein ganz bestimmter Kräutermix gibt ihr ihren unverwechselbaren Geschmack. Möchtest Du sie einmal selber machen? Wir verraten Dir das Frankfurter Grüne Sauce Original-Rezept und geben Dir Tipps für die Zubereitung.
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Zubereitung 15 Min.
Ruhezeit 30 Min.
Gesamt 45 Min.
Menge 4 Portionen
Kalorien 204 kcal

Küchenhelfer

  • kleiner Topf
  • großes Salatsieb oder Salatschleuder
  • große Schüssel
  • scharfes Gemüsemesser

Zutaten
  

  • 2 Eier Größe M
  • 1 Pck. Kräutermischung für Grüne Sauce
  • 200 ml Schmand
  • 150 ml saure Sahne
  • 2-3 EL Mayonnaise
  • 2 TL Senf mittelscharf
  • ½ TL Zucker
  • Salz nach Geschmack
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • optional: Saft einer ½ Zitrone

Zubereitung
 

  • Zuerst gibst Du so viel Wasser in einen kleinen Topf, dass Deine Eier später beim Kochen gerade bedeckt sind. Du bringst das Wasser zum Kochen und nimmst die Temperatur zurück. Mit einem Löffel legst Du 2 Eier vorsichtig in den Topf. Danach kochst Du die Eier 9-10 Minuten.
  • Inzwischen kontrollierst Du 1 Pck. Kräutermischung für Grüne Sauce und entfernst verwelkte Blätter. Sehr dicke Stiele schneidest Du ab. Dann wäschst Du die verlesenen Kräuter gut unter kaltem, fließendem Wasser ab. Zum Trocknen lässt Du sie in einem großen Sieb abtropfen oder verwendest eine Salatschleuder.
  • Wenn die Eier fertig sind, schreckst Du sie unter kaltem Wasser ab und pellst sie. Beiseitestellen.
  • In einer großen Schüssel verrührst Du 200 ml Schmand, 150 ml saure Sahne, 2-3 Esslöffel Mayonnaise sowie 2 TL Senf zu einer glatten Masse. Wenn Du möchtest, gibst Du den Saft einer ½ Zitrone hinzu. Anschließend würzt Du die Mischung mit ½ TL Zucker, Salz nach Geschmack und schwarzem Pfeffer aus der Mühle.
  • Du zerdrückst die gekochten Eier mit einer Gabel und mischst sie sorgfältig unter die anderen Zutaten.
  • Die abgetropften Kräuter schneidest Du portionsweise mit einem scharfen Messer klein und gibst sie in die Schüssel. Alles gut verrühren und die Sauce noch einmal abschmecken.
  • Zum Schluss lässt Du die Grüne Sauce mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen.
  • Wenn Du möchtest, hackst Du vor dem Servieren einige Kräuter grob und streust sie über die fertige Grüne Sauce.

Gut zu Wissen

  • Wie sehr Du die Kräuter für das Frankfurter Grüne Sauce-Rezept zerkleinerst ist Geschmackssache. Hackst Du sie sehr fein, vermischen sich ihre Aromen besser. Lässt Du grobe Stücke, kannst Du die einzelnen Kräuter gut herausschmecken. Da die Blattgrößen der einzelnen Sorten sehr unterschiedlich sind, lohnt es sich, etwas mehr Zeit zu investieren und die großblättrigen und kleinblättrigen Kräuter nacheinander zu schneiden.
  • Falls Du Deine Kräutermischung selbst zusammenstellst, benötigst Du insgesamt rund 200 g Kräuter für dieses Frankfurter Grüne Sauce-Rezept.
  • Etwas Senf gehört zur Frankfurter Grünen Sauce dazu. Er macht sie nicht nur würziger, er verbessert auch die Bindung. Preiswerte Standardware aus Tube oder Glas schmeckt häufig etwas langweilig. Am besten eignet sich ein Senf mit angenehmem Eigenaroma und nicht zu viel Schärfe.
  • Die Mischung aus Schmand, saurer Sahne, Mayonnaise und gehackten, gekochten Eiern ergibt eine relativ dickflüssige Sauce. Wenn Du Eier und Mayonnaise weglässt, wird sie dünnflüssiger. Falls Du eines der Sauermilchprodukte nicht zu Hause hast, nimmst Du entsprechend mehr vom anderen.
  • Das Frankfurter Grüne Sauce Original-Rezept lässt sich sehr gut per Hand mit Messer und Schneebesen zubereiten. Wenn Du möchtest, kannst Du zum Zerkleinern und Verrühren stattdessen einen Pürierstab oder eine Küchenmaschine einsetzen.

Nährwerte

Kalorien: 204kcalKohlenhydrate: 4gEiweiß: 5gFett: 19gCholesterin: 132mgZucker: 3gCalcium: 99mgEisen: 1mg
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Frankfurter Grüne Sauce – ein Original

Grüne Dips und kalte Saucen aus Blattgemüse und Kräutern gibt es fast überall auf der Welt. In Frankreich heißt sie Sauce verte, in Mexiko Salsa verde. Grüne Chutneys stammen aus der indischen Küche, Chimichurri aus der südamerikanischen. Doch eine besondere Spezialität ist die original Frankfurter Grüne Sauce. Als Kräuter werden vor allem diejenigen verwendet, die in den Kräutergärten in und um Frankfurt zu finden sind. Im Gegensatz zu vielen anderen grünen Saucen gilt die Frankfurter Variante nicht als Beilage oder Dip, sondern als Hauptgericht.

Goethe soll ein Fan der Frankfurter Grünen Sauce gewesen sein, vor allem, wenn sie von seiner Mutter zubereitet wurde. Die leckere Kräutersauce ist von den Speisekarten der hessischen Gaststätten und Restaurants nicht wegzudenken. Ebenso gut schmeckt sie, wenn Du sie selber frisch machst. Traditionell beginnt die Grüne Sauce-Saison am Gründonnerstag und endet erst, wenn es wegen kalter Temperaturen keine frischen Kräuter mehr gibt.

Welche Kräuter für Frankfurter grüne Sauce?

Sie sind die Stars der Frankfurter grüne Sauce: Kräuter. Für das Frankfurter Grüne Sauce Original-Rezept müssen es genau folgende sein:

Borretsch: Borretsch ist auch unter dem Namen Gurkenkraut bekannt. Diesen Namen verdankt er dem gurkenähnlichen Aroma seiner Blätter. Sowohl die Blätter als auch die leuchtend blauen Blüten lassen sich roh essen. Für die Grüne Sauce eignen sich kleine Blätter besser, denn sie sind zarter und nicht so stark behaart wie die großen. Falls Du Borretsch selbst anbauen möchtest, musst Du ihn regelmäßig kontrollieren. Er wird gerne von Blattläusen heimgesucht.

Kerbel: Kerbel gibt es sowohl als Garten- als auch als Wildpflanze. Er zählt zu den Doldenblütlern und ist mit Anis und Fenchel verwandt. Diese Verwandtschaft lässt sich an seinem leicht süßlichen Aroma leicht erkennen. Gartenkerbel hat einen milderen Geschmack. Das Aroma des wilden Wiesenkerbels ist intensiver und sticht stärker heraus.

Kresse: In den fertigen Kräutermischungen steckt meist Gartenkresse. Doch Du kannst auch eine andere Variante nehmen. Kresse lässt sich sehr leicht selbst ziehen. Die Samen keimen auf einem feuchten Wattepad, einem Taschentuch oder in einem einfachen Keimgefäß. Alle Kressearten haben einen leicht scharfen Geschmack und geben Deiner Grünen Sauce eine frische Würze.

Petersilie: Petersilie ist bei uns eines der beliebtesten Küchenkräuter. Eintöpfe, Fleischgerichte, Fisch oder Dips werden mit damit verfeinert. Es gibt zwei Hauptarten: krause und glatte Petersilie. In Mischungen für Grüne Sauce findest Du meist krause Petersilie. Aber für das Frankfurter Grüne Sauce-Rezept kannst Du alle Varianten verwenden.

Pimpinelle: Die Blätter der Pimpinelle sind als Küchengewürz zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten. Denn ihr angenehmes Aroma passt zu vielen Gerichten. Es ist gurkenähnlich und harmoniert deswegen gut mit Borretsch. Ein anderer Name für die Pflanze ist Kleiner Wiesenknopf. Seine rotvioletten Blüten siehst Du im Sommer auf vielen Wiesen.

Sauerampfer: Sauerampfer ist für die säuerliche Note der Kräutersauce verantwortlich. Er wuchert an geeigneten Standorten wild auf den Wiesen. Für die Grüne Sauce eignen sich die großen Blätter allerdings nicht so gut. Kleinere Blätter aus der Gemüseabteilung oder dem eigenen Garten sind wesentlich zarter. Der Eigenanbau der robusten Pflanze ist unproblematisch. Allerdings breitet er sich gerne aus. Daher pflanzt Du ihn am besten in einem eigenen Topf an.

Schnittlauch: Frischer Schnittlauch fügt der Mischung ein leichtes Laucharoma und etwas Schärfe hinzu. Er ist neben Petersilie am leichtesten erhältlich. Für die Verwendung in Salaten und Dips lohnt es sich, einen Topf Schnittlauch in der Gemüseabteilung zu kaufen. Dann hast Du immer einen Vorrat.

Ab dem späten Frühjahr findest Du auf den Wochenmärkten und in gut sortierten Gemüseabteilungen fertig zusammengestellte Gebinde mit etwa 200 g frischen Kräutern. Sie sind meist in weißes Papier verpackt und tragen die Aufschrift Frankfurter Grüne Sauce. Gelegentlich findest Du andere als die traditionellen Kräuter darin, beispielsweise Zitronenmelisse oder Dill. Alternativ kaufst Du Deine Kräuter einzeln oder verwendest Kräuter aus eigenem Anbau. Wichtig ist frische Ware. Denn Kräuter verlieren nicht nur ihr Aroma bei längerer Lagerung. Die Pflanzenteile verholzen, wenn sie eintrocknen, was den Genuss der Sauce beeinträchtigt.

Frankfurter grüne Sauce: ein veganes Rezept

Zwar ist die Grüne Sauce mit frischen Kräutern ein fleischloses Gericht. Doch an der Zutatenliste erkennst Du, dass sie sich nicht für die vegane Küche eignet. Mit wenigen Veränderungen kannst Du die leckere Sauce mit frischen Kräutern ebenso gut als veganes Rezept zubereiten. Als Basis verwendest Du Joghurt, saure Sahne oder Quark auf Pflanzenbasis. Wie dünn- oder dickflüssig die Sauce wird, hängt von den einzelnen Produkten ab. Zum schnellen Andicken eignen sich beispielsweise eine geriebene gekochte Kartoffel, püriertes Avocadofruchtfleisch oder Johannisbrotkernmehl.

Was isst man zur Frankfurter Grünen Sauce?

Wenn Du Frankfurter Grüne Sauce nach Original-Rezept machst, hast Du mehrere Möglichkeiten, sie zu servieren. Hier sind ein paar Tipps:

  • Schnell und unkompliziert: Die einfachste Möglichkeit, Grüne Sauce traditionell zu servieren, ist mit Kartoffeln und hart gekochten Eiern.
  • Mit Fleisch: Die Kräutersauce schmeckt sehr gut zu Fleisch. Probiere sie einmal mit gekochtem Rindfleisch oder einem Schnitzel und Kartoffeln.
  • Mit Fisch: Diese Variante ist vielleicht nicht so bekannt. Doch frische Kräuter und Kartoffeln lassen sich natürlich sehr gut mit gedünstetem oder gegrilltem Fisch kombinieren.
  • Als Low-Carb-Variante: Das Frankfurter Grüne Sauce-Rezept bringt Abwechslung in Deinen Low-Carb- oder Keto-Speiseplan. Die Kartoffeln passen zwar nicht dazu. Aber Eier, Fisch und mageres Fleisch kannst Du immer dazu essen.
Titelbild von © Sybille - stock.adobe.com

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