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Kartoffelsuppe – Omas Lieblingsrezept

von Rene
Rezepte für Kartoffelsuppe gibt es viele. Doch keines ist so gut wie Omas Lieblingsrezept. Die Mischung aus Kartoffeln, schmackhaftem Gemüse und deftigen Wurststückchen lädt dazu ein, sich den Bauch richtig vollzuschlagen. Koch‘ das Rezept einfach nach und überzeuge Dich selbst. Die Suppe ist übrigens auch ideal, um eine größere Anzahl von Gästen zu verwöhnen.
4.8 aus 468 Bewertungen
Vorbereitung 20 Min.
Zubereitung 30 Min.
Gesamt 50 Min.
Gericht Hauptgericht
Menge 4 Portionen
Kalorien 325 kcal

Küchenhelfer

  • Schälmesser oder Sparschäler
  • scharfes Küchenmesser
  • großer Kochtopf mit Deckel

Zutaten
  

  • 1,5 kg Kartoffeln vorwiegend festkochend
  • 1 Bund Suppengemüse
  • 1 Zwiebel mittelgroß
  • 1 Stange Lauch
  • 2 EL Speiseöl
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • ½ TL Thymian getrocknet
  • ½ TL Majoran getrocknet
  • 1 Prise Muskatnuss gerieben
  • 4 Mettenden
  • Salz nach Geschmack
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle nach Geschmack
  • einige Stängel Petersilie zum Garnieren

Zubereitung
 

  • Zuerst wäschst Du 1,5 kg Kartoffeln, schälst Sie und schneidest sie in 1,5 x 1,5 cm große Würfel.
  • Dann wäschst Du alle Zutaten Deines Suppengemüses, putzt sie und schneidest sie in kleine Stücke. Die Zwiebel schälen und würfeln. Vom Lauch schneidest Du das Wurzelende und die harten grünen Blätter ab. Gegebenenfalls entfernst Du zusätzlich die äußerste Schicht. Den Rest der Lauchstange ritzt Du der Länge nach ein, braust ihn unter kaltem Wasser ab und schneidest ihn in Ringe.
  • Du erhitzt 2 EL Speiseöl in einem großen Topf bei mittlerer Temperatur. Wenn es heiß ist, gibst Du die Zwiebelwürfel ins Öl und dünstest sie, bis sie glasig sind.
  • Anschließend gießt Du 1,5 l Gemüsebrühe in den Topf. Du würzt die Brühe mit ½ TL Thymian, ½ TL Majoran, sowie 1 Prise Muskatnuss. Gut umrühren.
  • Du erhöhst die Temperatur, lässt die Brühe einmal aufkochen und nimmst die Temperatur wieder zurück.
  • Danach gibst Du die Kartoffelwürfel in den Topf und legst einen Deckel so darauf, dass ein schmaler Spalt offen bleibt. Die Suppe soll etwa 20 Minuten lang köcheln. Gelegentlich umrühren.
  • Inzwischen schneidest Du 4 Mettenden in Scheiben und gibst diese zur Suppe. Sie sollten während der restlichen Kochzeit durchwärmen.
  • Am Ende der Kochzeit schmeckst Du die Suppe mit Salz, schwarzem Pfeffer und – wenn nötig – mit den übrigen Kräutern und Gewürzen ab.
  • Vor dem Servieren wäschst Du einige Stängel Petersilie, zupfst die Blätter ab und streust sie über die fertige Suppe.

Gut zu Wissen

  • Für dieses Rezept eignen sich alle Arten von Gemüsebrühe. Du kannst eine selbst gekochte nehmen oder 1,5 l Brühe mit einem Instant-Produkt zubereiten.
  • Für das Schneiden von Kartoffeln und Suppengemüse eignet sich ein größeres, scharfes Küchenmesser am besten. Vor allem die Sellerieknolle lässt sich mit einem kleinen Messer nur schwer verarbeiten.
  • Grüne Stellen an Kartoffeln enthalten den Giftstoff Solanin. Daher musst Du diese Stellen sorgfältig entfernen.
  • Die Karotte im Suppengemüse ist meist groß genug, dass sie für das Rezept ausreicht. Doch wenn die Karotte zu alt oder hart ist, tauschst Du sie lieber durch zwei kleinere Karotten aus, die weicher sind und besser schmecken.
  • Zu Kartoffeleintopf oder -suppe schmeckt frisches Misch- oder Vollkornbrot.

Nährwerte

Kalorien: 325kcalKohlenhydrate: 73gEiweiß: 8gFett: 1gZucker: 7gCalcium: 55mgEisen: 3mg
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Suppen und Eintöpfe: Gerichte mit einer langen Tradition


Suppen und Eintöpfe zählen vermutlich zu den ältesten warmen Gerichten. Für die Zubereitung ist lediglich ein größeres Kochgefäß und eine Möglichkeit zum Erhitzen erforderlich. Die Zahl der Optionen für die Zutaten ist beträchtlich. Tierische wie pflanzliche Nahrungsmittel werden bei Bedarf zerkleinert und in Wasser erhitzt. So bildet sich eine Brühe mit den verschiedenen Nährstoffen. Tierisches Fett macht die Suppe nahrhaft, pflanzliche Stärke sämig. Nach Belieben lässt sich der Mix pikant würzen oder süß-sauer abschmecken.

Die Grenze zwischen Suppen und Eintöpfen ist fließend. Die flüssigeren Varianten heißen in der Regel Suppe, die angedickten, stückigen Eintopf. Dazwischen gibt es Mischformen, die Du beliebig so oder so nennen kannst. Gerade bei Suppen mit Hülsenfrüchten oder Kartoffeln findest Du beide Bezeichnungen. Durch die stärkehaltigen Zutaten sind sie oft sämig. Außerdem sehen viele dieser Rezepte deftige Einlagen wie Wurst- und Fleischstücke vor. Dadurch unterscheiden sie sich deutlich von klaren Suppen mit Einlage oder Cremesuppen.

Von fest kochend bis mehlig: Tipps für den Kartoffel-Kauf

Kartoffeln kaufen, das ist ganz einfach. Oder doch nicht? Sie gehören zum Standardangebot von Discountern und Supermärkten. Außerdem kannst Du sie auf dem Wochenmarkt und in Markthallen kaufen oder von lokalen Landwirten beziehen. Doch es lohnt sich, die Kartoffeln für Deine Suppe mit Bedacht auszuwählen. Denn verschiedene Kartoffelsorten haben unterschiedliche Kocheigenschaften. Diese hängen vom Stärkegehalt der Knolle ab.

Grob lassen sich Kartoffeln in folgende Gruppen einteilen:

Festkochende Sorten: Sie haben den geringsten Stärkegehalt und bleiben nach dem Kochen schnittfest. Daher eignen sie sich sehr gut für Salate, Bratkartoffeln oder Pommes frites.

Vorwiegend festkochende Sorten: Sie sind nach dem Kochen etwas weicher als festkochende Sorten, fallen aber nicht völlig auseinander. Wenn Du sie für Kartoffeleintopf oder -suppe verwendest, bleiben am Ende der Kochzeit Kartoffelwürfel übrig. Da sie an der Oberfläche leicht zerkochen, geben sie etwas Stärke ab und binden dadurch die Gemüsebrühe.

Mehlige Sorten: Sie enthalten besonders viel Stärke. Daher zerfallen sie beim Garen schnell und sind etwas trockener als die anderen Kartoffelsorten. Du kannst Sie für Kartoffelpüree, Klöße, Gnocchi oder eine cremige Kartoffelsuppe nehmen.

Wenn Du Kartoffeln lose kaufst, hast Du die Möglichkeit, die gewünschte Größe und Qualität auszuwählen. Gute Kartoffeln haben eine feste Schale. Sie weisen keine Keime und keine größeren grünen oder schwarzen Flecken auf. Ein Hinweis auf der Verpackung oder dem Warenschild macht Dich darauf aufmerksam, falls sie nach der Ernte mit einem Keimhemmungsmittel behandelt wurden. Besonders preiswerte Kartoffeln werden oft im Sack mit einem Gewicht zwischen 2,5 oder 7,5 Kilo angeboten. Hier wird es schwierig, die Qualität genau zu überprüfen. In vielen Fällen erhältst Du eine Mischung der verschiedensten Kartoffelgrößen. Ob alle Kartoffeln im Sack tatsächlich von der Sorte stammen, die auf dem Etikett angegeben ist, lässt sich nicht feststellen. Es kann durchaus passieren, dass Du vorwiegend festkochende Kartoffeln kaufst, diese aber beim Kochen zerfallen.

Was sind eigentlich Suppengrün und Suppengemüse?

Suppengrün oder Suppengemüse ist eine Zusammenstellung verschiedener Gemüsesorten, die zum Kochen einer Gemüsebrühe gedacht sind. Zum größten Teil handelt es sich um Wurzelgemüse. Gelegentlich sind auch Kräuter dabei. Die Mischung kann abhängig vom Anbieter recht unterschiedlich sein. Die einfachsten Varianten bestehen aus einem Stück Knollensellerie, einer großen Karotte, einer halben Stange Lauch und einigen Stängeln Petersilie. Gelegentlich sind Zwiebeln, Steckrübe und diverse Küchenkräuter dabei. Wenn möglich, sollte das Suppengrün für Deine Kartoffelsuppe ein Stück der aromatischen Petersilienwurzel enthalten.

Fertig abgepacktes Suppengrün hat oft eine längere Lagerzeit hinter sich. Es lohnt sich, wenn Du beim Kauf so lange suchst, bis Du eine Packung mit möglichst frischer Ware findest. Falls Du sehr gute Qualität bevorzugst, lohnt sich der Weg zu einem Supermarkt mit umfangreicher Gemüseabteilung, zum Wochenmarkt oder zum Hofladen. Hier sind die Chancen besser, einen großen Bund Suppengrün mit vielen frischen Zutaten zu bekommen.

Lauch: ein unkompliziertes und vielseitiges Gemüse

Die großen, weiß-grünen Lauchstangen gehören zur selben Gattung wie Zwiebeln, Knoblauch oder Schalotten. Ihr Geschmack ist würzig, aber weniger intensiv als der von Zwiebeln oder Knoblauch. Du findest Lauch in den Gemüseabteilungen auch unter der Bezeichnung Porree. Es gibt zwei Varianten, die sich optisch und geschmacklich unterscheiden. Sommerporree hat einen längeren, schmalen Schaft und hellgrüne Blätter. Er ist zarter und schmeckt etwas milder. Den herzhafteren Winterporre erkennst Du am dicken Schaft und den dunkelgrünen Blättern. Die Verarbeitung von Lauch ist einfach: Du entfernst die Wurzeln sowie alle harten Pflanzenteile. Dann schneidest Du ihn der Länge nach ein, um die Sand- und Erdreste besser abwaschen zu können. In Stücke oder Ringe geschnitten ist Lauch eine köstliche Zutat für Salate, Aufläufe, Gemüsepuffer oder Eintöpfe.

Wurst, Würstchen, Speck: deftige Suppeneinlagen

Würstchenscheiben oder Wurststücke machen Deine Suppe noch herzhafter. Mettenden – also geräucherte, grobe Mettwürste – sind nur eine der vielen Möglichkeiten. Du kannst stattdessen folgende Alternativen ausprobieren:

Speck oder Bauchfleisch: Wenn Du Speck oder Bauchfleisch verwendest, würfelst Du sie fein und dünstest sie gemeinsam mit den Zwiebeln an. Da beide fettreich sind, genügt 1 EL Speiseöl für diesen Arbeitsschritt.

Debrecziner oder Cabanossi: Beides sind sehr pikante Wurstsorten, die üblicherweise mit Paprika gewürzt sind. Du schneidest sie wie die Mettenden in Scheiben und lässt sie in der köchelnden Suppe ziehen.

Wiener Würstchen: Die beliebten Würstchen schmecken milder als Mettwürste oder Debrecziner. Du kannst entweder frische Würste nehmen oder Würstchen aus dem Glas. Falls Du kleine Partywürstchen hast, gibst Du sie im Ganzen in die Suppe.

Rindswürste: Wegen des kräftigen Rindfleischgeschmacks passen diese Würste sehr gut zu Kartoffeleintopf- oder suppe.

Kartoffelsuppe auf Vorrat: So kannst Du sie aufbewahren

Suppen und Eintöpfe lassen sich gut in größeren Mengen herstellen. Das ist praktisch, wenn Du einen großen Topf Partysuppe brauchst oder ein paar Suppenportionen auf Vorrat einfrieren möchtest. Einige Dinge sind zu beachten, wenn Du Deine Kartoffelsuppe einfrieren oder länger aufbewahren möchtest.

Die Suppe lässt sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage lang aufbewahren. Falls Du nicht genügend Platz hast, reicht ein kühler Ort, damit sie sich bis zum nächsten Tag hält. Allerdings ist es wichtig, dass die Suppe nicht „kippt“. Das passiert, wenn Mikroorganismen in die Suppe gelangen, sich vermehren und Säure absondern. Um das zu verhindern, solltest Du die Suppe möglichst schnell abkühlen lassen. Dafür darf kein Deckel auf dem Topf sein. Außerdem können Keime beim Abschmecken in die Suppe gelangen, wenn Du nicht jedes Mal einen sauberen Löffel nimmst.

Zum Einfrieren eignen sich sowohl gut schließende Gefrierdosen als auch Gefrierbeutel. Allerdings musst Du die Beutel sehr gut verschließen und so lagern, dass während des Einfrierens keine Flüssigkeit austreten kann. Am besten frierst Du immer Suppenmengen ein, die genau für eine oder eine bestimmte Anzahl von Portionen reichen. Dann weißt Du genau, wie viel Du bei Bedarf auftauen musst. Tiefgefroren halten sich Kartoffeleintopf oder -suppe bis zu drei Monate. Nach dem Auftauen sind die Kartoffelwürfel etwas weicher als direkt nach dem Kochen. Außerdem tendieren Kartoffeln dazu, nach dem Aufwärmen leicht süßlich zu schmecken.

Titelbild von © formA - stock.adobe.com

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