Home KochrezepteVegetarisch Kichererbsen Bratlinge – schnell & einfach

Kichererbsen Bratlinge – schnell & einfach

von Rene
Duftende Kichererbsen-Bratlinge frisch aus der Pfanne: Kannst Du da widerstehen? Die leckeren Bratlinge eignen sich hervorragend für die schnelle Küche. Außerdem zauberst Du im Handumdrehen aus Gemüseresten eine vollwertige Hauptmahlzeit. In diesem Grundrezept erfährst Du, wie die Gemüsebratlinge gelingen.
4.9 aus 46 Bewertungen
Vorbereitung 10 Min.
Zubereitung 10 Min.
Ruhezeit 30 Min.
Gericht Hauptgericht
Menge 4 Stück
Kalorien 96 kcal

Küchenhelfer

  • Sieb
  • Knoblauchpresse
  • Küchenmaschine oder Pürierstab und hohes Gefäß
  • große Schüssel
  • Gemüsereibe
  • beschichtete Pfanne
  • Pfannenwender

Zutaten
  

  • 1 Dose Kichererbsen Abtropfgewicht 240-270 g
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zwiebel mittelgroß
  • 2 Karotten mittelgroß
  • ½ rote Paprikaschote
  • 40 g Petersilienblätter
  • 1 Ei Größe M
  • 50 g Weizenmehl Type 405
  • 1 TL Speisestärke alternativ: Backpulver
  • 1 TL Salz
  • ¼ TL Paprikapulver
  • ¼ TL schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Senf scharf oder mittelscharf
  • Speiseöl zum Dünsten und Backen.

Zubereitung
 

  • Du lässt 1 Dose Kichererbsen in einem Sieb abtropfen und braust sie hinterher unter kaltem Wasser ab. Die Knoblauchzehe schälst Du und presst sie über die Kichererbsen. Dann pürierst Du alles in die Küchenmaschine. Alternativ verwendest Du einen Pürierstab und ein hohes Gefäß. Das Püree gibst Du in eine große Schüssel.
  • Danach schälst Du 1 Zwiebel und schneidest sie in Stückchen. Anschließend erhitzt Du 2 EL Speiseöl in einer Pfanne und dünstest die Zwiebelstückchen glasig. Zum Kichererbsenmus geben.
  • Du schälst 2 mittelgroße Karotten und reibst sie. Die halbe Paprikaschote befreist Du von Strunk und Kernen, braust sie kurz ab, schneidest sie in kleine Stücke und gibst sie zum Kichererbsenmus.
  • Dann wäschst Du 40 g Petersilienblätter und hackst sie. Die Petersilie gibst Du zusammen mit 1 Ei, 50 g Weizenmehl und 1 TL Speisestärke zum Kichererbsenmus. Alle Zutaten kurz vermengen.
  • Die Masse würzt Du mit 1 Tl Salz, ¼ TL Paprikapulver, ¼ TL schwarzer Pfeffer und 1 EL Senf. Dann rührst Du alles gut um und schmeckst die Masse noch einmal ab.
  • Wenn die Bratlingmasse fertig ist, teilst Du sie in 4 gleich große Portionen. Du feuchtest Deine Hände mit etwas Wasser an, formst aus jeder Portion ein Bällchen und drückst dieses flach. Es sollten kleine Fladen von ca. 1 cm Dicke entstehen. Du legst sie auf einen Teller und lässt sie 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.
  • Nach der Ruhezeit nimmst Du die Kichererbsen-Bratlinge aus dem Kühlschrank. Du gibst so viel Speiseöl in eine beschichtete Pfanne, dass der Boden mit etwa 1 cm Öl bedeckt ist. Das Öl erhitzt Du bei mittlerer Hitze, bis Du kleine Blasen siehst und sich die Oberfläche kräuselt.
  • Dann legst Du die Bratlinge in das heiße Öl und brätst sie auf einer Seite 3-5 Minuten, bis sie gut gebräunt sind. Mit einem Pfannenwender kannst Du vorsichtig überprüfen, wann sie fertig sind. Anschließend wendest Du sie und brätst die andere Seite.
  • Die fertigen Bratlinge lässt Du vor dem Servieren auf einem Stück Küchenpapier abtropfen, damit sie nicht fetttriefend auf den Teller kommen.

Gut zu Wissen

  • Die Konsistenz Deiner Bratlingsmasse fällt immer etwas unterschiedlich aus. Bei einigen Herstellern sind etwas mehr Kichererbsen in der Dose, bei anderen weniger. Manchmal gibt das Gemüse viel Saft ab, beim nächsten Mal nicht so viel. Daher musst Du die Masse nach dem Mischen überprüfen. Sie sollte leicht feucht und griffig sein. Ist sie zu trocken, gibst du ein wenig Gemüsebrühe oder Wasser hinzu, ist sie zu feucht, etwas Mehl. Wenn Deine Gemüsebratlinge mehr Textur haben sollen, rührst Du Semmel- oder Paniermehl unter.
  • Für das Ausbacken benötigst Du ein Speiseöl, das sich hoch erhitzen lässt. Das sind in der Regel raffinierte Öle. Bei dieser Herstellungsweise werden Substanzen aus dem Öl entfernt, die zu einer schnellen Rauchentwicklung führen. Kaltgepresste Öle eignen sich eher für das Garen bei mittleren Temperaturen oder für kalte Gerichte.
  • Du kannst wahlweise die Kichererbsen-Bratlinge statt in wenig Fett auch in reichlich Öl ausbacken. Bei beiden Methoden musst Du während des Bratens so viel Öl nachfüllen, dass sich immer die ursprüngliche Menge in der Pfanne befindet. Die Kichererbsen-Masse ist saugfähig und nimmt einen Teil des Fetts auf.
  • Senf: Etwas Senf dient nicht nur als Geschmackszutat. Die würzige Paste wirkt auch als Bindemittel und verbessert – ebenso wie die Speisestärke oder das Backpulver – die Konsistenz Deiner Kichererbsen-Bratlinge.
  • Die angefeuchteten Hände helfen, dass Deine Kichererbsen-Bratlinge eine gleichmäßige, geschlossene Oberfläche bekommen. Dadurch sind sie beim Braten stabiler und zerfallen nicht so leicht.

Nährwerte

Kalorien: 96kcalKohlenhydrate: 17gEiweiß: 4gFett: 1gCholesterin: 41mgZucker: 3gCalcium: 41mgEisen: 2mg
Du hast dieses Rezept nachgekocht?Markiere mich mit @Provinzkoch auf Instagram. Ich freue mich!

Gemüsebratlinge – die Klassiker aus der vegetarischen Küche

Gemüsebratling: Das ist die vegetarische oder Antwort auf die beliebte Hackfleisch-Frikadelle. Es gibt eine Fülle verschiedener Rezepte, denn Bratlinge auf pflanzlicher Basis sind ausgesprochen vielseitig. Außerdem verstecken sich ähnliche Zubereitungen hinter Rezepten für Gemüsepuffer, Gemüsetaler, Gemüsebällchen oder Gemüsepatties. Die fleischlosen Bratlinge kannst Du auch zubereiten, wenn Du Gäste hast, die sich nicht vegetarisch ernähren. Denn mit der richtigen Zusammensetzung und Würzung schmecken sie richtig lecker. Der Anteil an Hülsenfrüchten wie Kichererbsen, Linsen oder Bohnen sorgt dafür, dass alle nach der Mahlzeit wirklich satt sind.

Kichererbsen: eine ideale Basis für Gemüsebratlinge

Kichererbsen sind eine ausgezeichnete Grundlage für fleischlose Bratlinge. Frittierte Falafel-Bällchen werden schon seit Jahrhunderten in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas aus Kichererbsen hergestellt. Zum mild-nussigen Geschmack der Hülsenfrüchte passen nahezu alle Gemüsesorten. Außerdem kannst Du die Masse ganz nach Deinem Geschmack würzen. Bei der Verwendung von Kichererbsen in der Küche ist lediglich eine Sache zu beachten: Sie sind nicht für den Rohverzehr geeignet, da sie Substanzen enthalten, die zu Unverträglichkeits- oder Vergiftungserscheinungen führen können. Diese zerfallen beim Kochen und Backen. Kichererbsen aus der Dose sind übrigens schon vorgegart.

Welches Gemüse eignet sich für Gemüsebratlinge?

Kichererbsen-Bratlinge kannst Du aus vielen Gemüsearten herstellen, beispielsweise aus:

  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Erbsen
  • Gurken
  • Lauch
  • Mais
  • Stangensellerie
  • Tomaten
  • Zucchini

Die Vorbereitung des Gemüses ist unterschiedlich: Mais und Erbsen verwendest Du im Ganzen. Harte Wurzeln wie Karotten werden gerieben. Tomaten, Paprika, Lauch und Stangensellerie schneidest Du klein. Brokkoli, Blumenkohl oder Spinat kannst Du blanchieren. Zucchini und Gurken reibst Du und drückst sie aus, bevor Du sie zur Masse gibst. Beide Gemüsesorten enthalten sehr viel Wasser.

Generell gilt: Zu große Gemüsestücke tendieren dazu, beim Braten aus dem Masse herauszufallen. Das kann zum Beispiel bei Maiskörnern passieren. In diesem Fall achtest Du am besten beim Formen darauf, dass die Körner nicht zu weit oben an der Oberfläche sitzen.

Leckere Gemüseküche: Was passt zu Kichererbsen-Bratlingen?

Mit einer leckeren Sauce und einer Beilage Deiner Wahl wird der Bratling zum vollwertigen Hauptmenü. Saucen und Salate sollten auf die Würzung Deiner Kichererbsen-Bratlinge abgestimmt sein.

Beilagen: Du kannst Reis, Kartoffelspalten, Kartoffelpüree oder Bulgur als Beilage nehmen. Falls Du noch etwas mehr Gemüse servieren möchtest, eignen sich beispielsweise Möhren oder Blumenkohl mit Rahmsauce oder Ofengemüse.

Salate: Sowohl gekochte als auch rohe Salate schmecken zu Kichererbsen-Bratlingen.

Saucen und Dips: Kalte Saucen und Dips auf Tomaten-, Joghurt-, Kräuter- oder Senfbasis passen zu nahezu allen Gemüsebratlingen, ganz gleich, welche Sorten Du verarbeitest. Warme Tomaten- oder Pilzsaucen sind weitere Optionen. Wenn es schnell gehen muss, verwendest Du eine gute fertige Grill- oder BBQ-Sauce. Für einen kleinen Snack reicht ein Klecks Ketchup oder Mayonnaise.

Leckere Kichererbsen-Burger mit frischen Gemüsebratlingen

Wenn Du Burger-Fans bewirtest, kreierst Du aus Deinen Bratlingen einen leckeren Burger, Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Deine fleischlosen Patties dafür groß und fest genug sind. Für die Zubereitung benötigst Du Burger-Buns, Salatblätter, Zwiebelringe, Gurken- und Tomatenscheiben sowie eine kalte Grillsauce oder Ketchup. Die Buns halbierst Du und toastest sie an. Dann bestreichst Du die untere Hälfte mit der Sauce. Anschließend legst Du ein Salatblatt und einen Teil des Gemüses darauf. Es folgen das Kichererbsen-Patty und der Rest des Gemüses. Zum Schluss gibst Du noch etwas Sauce darüber und legst die obere Hälfte des Buns auf den vegetarischen Burger.

Titelbild von © Martin Rettenberger - stock.adobe.com

Ich freue mich über Feedback

Bitte bewerte das Rezept:




Mit der Nutzung dieses Kommentar-Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.