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Original Guacamole Rezept – so gehts  

von Rene

Rezept

Guacamole ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass leckeres Essen sehr gesund sein kann. Denn die cremigen Avocados sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Hinzu kommt der köstliche Geschmack. Guacamole selber zu machen dauert gar nicht lange. Schau Dir einfach das Rezept an. Du wirst feststellen: Deine Avocado-Guacamole kannst Du in wenigen Arbeitsschritten schnell zubereiten.
4.90 aus 568 Bewertungen
Vorbereitung 15 Min.
Zubereitung 15 Min.
Gesamt 30 Min.
Gericht Saucen & Dips
Menge 4 Portionen
Kalorien 258 kcal

Küchenhelfer

  • 2 Schüsseln
  • Löffel
  • größeres Messer
  • Einmalhandschuhe
  • Pürierstab oder Gabel
  • Knoblauchpresse

Zutaten
  

  • 1 Tomate groß
  • 1 Chilischote alternativ: Jalapeño
  • 1 rote Gemüsezwiebel klein
  • 1 Knoblauchzehen
  • 3 Avocados
  • 1 Limette
  • einige Stängel Korianderkraut alternativ: großblättrige Petersilie
  • Salz nach Geschmack

Optional

  • 1 prise Kreuzkümmel

Zubereitung
 

  • Zuerst wäschst Du eine große Tomate, entfernst den grünen Fruchtansatz und schneidest sie in kleine Stücke. Wenn Du keine Kerne in Deinem Avocado-Dip haben willst, schabst Du sie mit einem Löffel heraus. Tomatenstückchen in eine Schüssel geben.
  • Zum Verarbeiten der Chilischote ziehst Du Einmalhandschuhe an. Du wäschst die Schote, schneidest den Ansatz ab und hackst sie sehr klein. Chilistückchen zu den Tomaten geben.
  • Dann schälst Du eine kleine Gemüsezwiebel, schneidest sie klein und gibst sie ebenfalls in die Schüssel. Anschließend schälst Du 1-2 Knoblauchzehen und presst sie mit der Knoblauchpresse über die Gemüsestücke.
  • Danach halbierst Du 3 Avocados und entfernst die Steine. Mit einem Löffel hebst Du das Fruchtfleisch aus den Avocadohälften und gibst es in die zweite Schüssel.
  • Du halbierst eine Limette und presst den Saft über das Avocado-Fruchtfleisch.
  • Mit einem Pürierstab oder einer Gabel pürierst Du das Fruchtfleisch so lange, bis es die gewünschte Konsistenz hat.
  • Anschließend wäschst Du einige Stängel Korianderkraut und entfernst die härtesten Stiele. Du hackst die Blätter in grobe Stücke und hebst sie unter die Avocadomasse.
  • Wenn alles gut vermischt ist, gibst Du die Gemüsestücke aus der ersten Schüssel hinzu und verrührst alles sorgfältig.
  • Zum Schluss schmeckst Du Deine Avocadocreme mit Salz und – falls Du möchtest – mit 1 Prise Kreuzkümmel ab.

Gut zu Wissen

  • Limette ist aus zwei Gründen für das Guacamole-Rezept wichtig. Zum einen ist die Fruchtsäure ein wichtiger Geschmacksfaktor. Alle andern Zutaten haben wenig Säure. Deswegen fügt der Limettensaft eine zusätzliche Komponente hinzu, der den Geschmack des fertigen Dips erheblich verbessert. Zum anderen verhindert die Säure, dass sich das Fruchtfleisch bräunlich verfärbt. So bleibt der schöne grüne Farbton erhalten. Zitronensaft hat einen ähnlichen Effekt. Allerdings unterscheiden sich Limetten und Zitronen bezüglich des Geschmacks.
  • Beim Halbieren der Avocados ist Vorsicht geboten. Wenn das Messer abrutscht, kann es zu einer Verletzung kommen. Den Kern entfernst Du am schnellsten, indem Du die Messerschneide mit Schwung so in den Kern schlägst, dass sie feststeckt. Dann kannst Du den Kern einfach aus dem weichen Fruchtfleisch herausdrehen.
  • Wie viel Knoblauch in die Avocadocreme gehört, ist Geschmackssache. Du kannst die Mengenangabe im Rezept kürzen oder noch mehr nehmen, wenn Du das möchtest. Wenn Du meinst, dass der Knoblauch den Avocadogeschmack überdeckt, lässt Du ihn einfach weg.
  • Falls Du etwas mehr Zwiebelaroma möchtest, nimmst Du statt der Gemüsezwiebel normale Speisezwiebeln. Alternativ eignen sich auch andere Sorten wie beispielsweise Schalotten oder Frühlingszwiebeln.

Nährwerte

Kalorien: 258kcalKohlenhydrate: 17gEiweiß: 4gFett: 22gZucker: 3gCalcium: 32mgEisen: 1mg
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Von der Avocado-Guacamole zum modernen Dip

Erfinder der Avocadocreme waren die Azteken. Seit wann genau sie pürierte Avocadofrüchte zubereiteten, lässt sich nicht mehr genau feststellen. Vermutlich haben sie Avocados auf diese Weise verarbeitet, bald nachdem sie die Frucht als nahrhaftes und wohlschmeckendes Nahrungsmittel entdeckt hatten. Sie bezeichneten die Speise als ahuacamolli, was in etwa Avocadosauce heißt. Europäische Entdecker lernten Frucht und Dip kennen und brachten sie in ihre Heimatländer. Dort erfreuten sich Avocados schnell großer Beliebtheit. Es gab sogar Versuche, einen gleichwertigen Ersatz für Avocado-Guacamole aus anderen Zutaten zu finden, um vom Export der exotischen Früchte unabhängig zu sein. Doch an die Qualität des Originals kam keiner dieser Versuche heran.

Das ursprüngliche Guacamole-Rezept bestand einfach aus reifen, pürierten Avocados. Die weiteren Zutaten, die heute üblicherweise verwendet werden, kamen erst im Laufe der Zeit hinzu. Tomaten und Zwiebeln sind ebenso wie die Avocado im mittel- und südamerikanischen Raum heimisch. Vermutlich wurden sie bereits vor dem Kontakt mit den Europäern unter die Avocados gemischt. Knoblauch, Gewürze und Limetten stammen aus anderen Bereichen der Welt und wurden erst später Bestandteil des Guacamole-Rezepts. Der Avocado-Dip ist fester Bestandteil der mexikanischen und der Tex-Mex-Küche. In den Vereinigten Staaten zählt er zu den beliebtesten Snacks. Dass er inzwischen weltweit so bekannt ist, hängt mit zwei Dingen zusammen: seinem köstlichen Geschmack und den besonderen Eigenschaften der Avocado als Lebensmittel.

Superfrucht Avocado: ein Lebensmittel mit besonderen Eigenschaften.

Avocados sind nicht nur bei Feinschmeckern beliebt, sondern auch bei allen, die sich gesundheitsbewusst ernähren. Es mag etwas seltsam klingen, dass ausgerechnet eine fett- und kalorienreiche Frucht als besonders gesund gilt. Doch die pflanzlichen Fette der Avocado versorgen den Körper mit Nährstoffen, die er braucht, aber nicht herstellen kann. Außerdem ist das grün-gelbe Fruchtfleisch reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und Ballaststoffen. So gesehen ist eine Avocado für sich eine vollwertige Mahlzeit. Aufgrund ihrer wertvollen Nährstoffe wird sie gerne für Keto-Rezepte genommen. Wenn Du dich ketogen ernährst, kannst Du dieses Guacamole-Rezept mit in Deinen Ernährungsplan aufnehmen.

Köstliche Avocados – Tipps für Deinen Einkauf

Avocados sind inzwischen so beliebt, dass Du sie in fast allen Gemüseabteilungen findest. Die meisten kommen aus Mexiko oder anderen Ländern Mittel- und Südamerikas. Auf dem Markt haben sich zwei Sorten durchgesetzt: Die kleineren, dunklen Avocados der Sorte Hass zeichnen sich durch ein köstliches Nuss-Butter-Aroma aus. Birnenförmige, hellgrüne Avocados gehören meistens zur Sorte Fuerte. Ihr Geschmack ist feiner, und sie sind sehr cremig.

Um Guacamole selber zu machen, benötigst Du reife Avocados. Die Früchte werden unreif geerntet und reifen während des Transports und beim Lagern nach. Du erkennst im Geschäft eine reife Avocado daran, dass ihre Schale leicht nachgibt, wenn Du mit dem Finger darauf drückst. Falls Du in der Gemüseabteilung nur harte Früchte findest, kannst Du sie zu Hause selbst nachreifen lassen. Dafür wickelst Du sie in ein Stück Zeitungs- oder Packpapier ein und lagerst sie bei Zimmertemperatur. Der Reifeprozess läuft etwas schneller ab, wenn Du zusammen mit der Avocado einen reifen Apfel einwickelst. Er gibt ein Gas ab, das die Reifung von Früchten beschleunigt.

Fein püriert oder stückig: So kannst Du Deine Guacamole selber machen

Der mexikanische Avocado-Dip wurde ursprünglich mithilfe eines Mörsers hergestellt. Das reife Fruchtfleisch lässt sich auf diese Weise ganz einfach verarbeiten. Die schnellste Methode heutzutage ist die Küchenmaschine oder alternativ der Pürierstab. Falls Du eine sehr feine Creme herstellen willst, eignen sich die elektrischen Küchengeräte sehr gut. Binnen kürzester Zeit erhältst Du eine gleichmäßige, feine Konsistenz. Fans eines stückigen Guacamole-Dips ist eine manuelle Verarbeitung mit Mörser oder einer normalen Gabel zu empfehlen. Dadurch lässt sich besser kontrollieren, wann die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Wissenswertes über Koriander und Alternativen

Koriander im Avocado-Dip? – Ja, allerdings nicht die Samen, die beispielsweise für Süßspeisen und Weihnachtsgebäck verwendet werden. Hier geht es um die Blätter der Pflanze. In Mittel- und Südamerika wird für das Guacamole-Rezept der Lange Koriander verwendet. Er heißt dort Cilantro und ist unter diesem Namen auch im englischsprachigen Raum bekannt. In Europa ist meistens der Echte Koriander zu finden, der mit dem Langen Koriander verwandt ist. Immer häufiger wird in den Kräuterabteilungen frischer Bergkoriander angeboten. Dabei handelt es sich um ein Kraut mit feinen, dünnen Blättern, das optisch eher an Dill erinnert. Auch diesen Koriander kannst Du verwenden.

Cilantro hat ein charakteristisches, intensiv-würziges Aroma, das nicht jeder gerne mag. Deswegen kannst Du die Avocadocreme auch mit anderen Kräutern zubereiten. Die gebräuchlichste Alternative ist großblättrige Petersilie. Sie ähnelt in der Optik dem Korianderkraut. Da in Mitteleuropa mehr mit Petersilie als Koriander gekocht wird, kommt ihr Aroma bei Koriander-Skeptikern besser an. Eine weitere Möglichkeit ist frischer Majoran. Auch dieses Küchenkraut hat einen deutlichen, unverwechselbaren Geschmack. Deswegen solltest Du ihn nur ausprobieren, wenn er Dir schmeckt.

Guacamole selber machen – was passt dazu?

Du hast eine Vielzahl von Möglichkeiten, die leckere Avocado-Creme zu servieren und zu genießen. Hier sind einige Vorschläge:

Dip: In mexikanischen Restaurants ist der Avocado-Dip mit Maischips eine beliebte Vorspeise. Aber auch Cracker oder anderes Gebäck schmecken dazu. Außerdem kannst Du frische Gemüsesticks mit diesem Dip genießen.

Brotaufstrich: Avocado-Guacamole ist ein leckerer Brotaufstrich, der sich auch für Vegetarier und Veganer eignet.

Burritos, Tacos und andere mexikanische Spezialitäten: Ein Klecks Avocadocreme passt zu vielen klassischen mexikanischen Gerichten.

Blätterteig: Du kannst frisch gebackene Blätterteigpasteten oder -taschen mit der Avocadocreme füllen. Besonders lecker wird es, wenn Du noch etwas Räucherlachs dazugibst.

Geflügel: Avocados schmecken sehr gut zu Geflügelfleisch, beispielsweise zu gegrillter Putenbrust oder auf einem Sandwich mit Hähnchenfleisch.

Salate: Aus dem Dip wird durch die Zugabe von etwas Essig und Öl ein herrliches Salatdressing. Zusätzlich kannst Du weitere frische Kräuter unterrühren.

Gefüllte Champignons, Tomaten oder Paprikaschoten: Gegrilltes Gemüse mit einer Füllung auf Guacamole-Basis ist ein leichtes Mittagessen oder eine Delikatesse für Deine nächste Grillparty.

Kann man Guacamole einfrieren?

Wenn Du einen Vorrat an Guacamole selber machen möchtest, kannst Du sie anschließend einfrieren. Sie hält sich etwa 3 bis 4 Monate. Allerdings empfiehlt es sich, die frischen Tomaten wegzulassen und erst nach dem Auftauen eine frische Tomate dazuzugeben. Das wasserreiche Gemüse wird durch das Einfrieren und Auftauen stärker beeinträchtigt als die anderen Zutaten. Mehrfach lässt sich die Avocadocreme nicht einfrieren. Deshalb ist es praktisch, wenn Du sie in Einzel- oder Doppelportionen für den sofortigen Verbrauch verpackst. Langsames Auftauen im Kühlschrank sorgt dafür, dass Geschmack und Textur weitgehend erhalten bleiben.

Falls Du Deine Avocado-Guacamole nur 2 oder 3 Tage aufbewahren willst, stellst Du sie in einem sehr gut schließenden Gefäß in den Kühlschrank. Sie tendiert dazu, nach längerem Luftkontakt braun zu werden. Daher ist es wichtig, dass der Deckel des Aufbewahrungsgefäßes wirklich dicht schließt. Eine weitere Maßnahme, die Verfärbung zu verhindern, ist eine dünne Schicht Wasser. Du streichst die Oberfläche der Avocadocreme im Aufbewahrungsgefäß sehr glatt und gibst so viel lauwarmes Wasser darauf, dass es etwa 0,5 cm hoch steht. Es kann nicht in die Gemüsemasse einsickern, da diese zu dicht ist. Vor dem Servieren, gießt Du das Wasser einfach ab. Falls sich durch die Lagerung die Flüssigkeiten voneinander trennen, rührst Du den Dip vor dem Servieren sehr gut um.

Titelbild von © juliasudnitskaya - stock.adobe.com

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