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Original Köfte – Rezept eines Türken

von Rene

Rezept

Köfte selber machen: Das ist ganz einfach. Die Zubereitung gleicht der von Hackfleischbällchen und Frikadellen. In diesem Köfte-Rezept erfährst Du, was neben dem Hack in original türkische Köfte gehört. Die Alternativen im Rezept zeigen Dir, was Du stattdessen nehmen kannst, wenn Du die angegebenen Zutaten nicht vorrätig hast. Eines ist sicher: Ganz gleich, ob du die Original- oder Alternativ-Zutaten nimmst – das Ergebnis ist ausgesprochen lecker.
4.90 aus 568 Bewertungen
Vorbereitung 15 Min.
Zubereitung 15 Min.
Ruhezeit 30 Min.
Gesamt 1 Std.
Gericht Hauptgericht
Land & Region Türkei
Menge 12 Portionen
Kalorien 7 kcal

Küchenhelfer

  • große Schüssel
  • Knoblauchpresse
  • Einmalhandschuhe (bei Bedarf)
  • Gusseisenpfanne oder beschichtete Pfanne
  • Pfannenwender
  • Holzstäbchen

Zutaten
  

  • 500 g Lammhackfleisch alternativ: Rinderhack oder gemischtes Hackfleisch
  • 1 große Zwiebel
  • einige Stängel Petersilie
  • 1 Prise Pul biber alternativ: Chilipulver oder Cayennepfeffer
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • 1 TL Oregano gerebelt
  • 1 TL Koriander gemahlen
  • ½ TL Zimt gemahlen
  • ½ TL Zitronenabrieb
  • 2 TL Salz
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Ei Größe M
  • Olivenöl zum Braten

Zubereitung
 

  • Du nimmst 500 g Hackfleisch, legst es in eine große Schüssel und zerteilst es grob mit einer Gabel.
  • Anschließend schälst Du eine große Zwiebel und schneidest sie in feine Stückchen. Zwiebel zum Hackfleisch geben. Einige Stängel Petersilie waschen, Blätter abzupfen, klein schneiden und in die Schüssel geben.
  • Danach würzt Du die Hackfleischmischung mit folgenden Gewürzen: 1 Prise Pul biber, 1 TL edelsüßem Paprikapulver, 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL Oregano, 1 TL Koriander, ½ TL Zimt, ½ TL Zitronenabrieb, 2 TL Salz sowie 1 TL schwarzem Pfeffer.
  • Du schälst 2 Knoblauchzehen und presst sie mit der Knoblauchpresse in die Schüssel. Zum Schluss schlägst Du ein Ei über Hackfleisch und Gewürze.
  • Bei Bedarf ziehst Du vor dem Kneten ein Paar Einmalhandschuhe an. Dann knetest Du alle Zutaten so lange durch, bis sie sich gut vermischt haben.
  • Danach teilst Du die Hackfleischmasse in 12 gleich große Portionen und formst sie zu Röllchen. Durch jedes Hackfleischröllchen einen Holzstab der Länge nach hindurchstecken und das Hackfleisch noch einmal gut zusammen drücken.
  • Damit die Köfte ihre Form behalten, legst Du sie auf einen Teller, deckst sie ab und stellst sie mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.
  • Zum Braten erhitzt Du etwas Olivenöl in einer großen Pfanne, bis sich kleine Bläschen bilden. Wenn das Öl heiß genug ist, brätst die Spieße von allen Seiten, bis sie knusprig und gut gebräunt sind.
  • Falls Du zum Braten viel Öl nimmst, legst Du die fertig gebratenen Spieße auf ein Stück Küchenpapier, damit überschüssiges Fett abtropfen kann.

Gut zu Wissen

  • Die Zwiebelstückchen sollen nicht zu groß sein, damit sie beim Braten gut in der Hackmasse haften bleiben.
  • Lammhack ist für original türkische Köfte eigentlich ein Muss. Bei uns gibt es Lammfleisch und -hack viel seltener zu kaufen als in der Türkei und ihren Nachbarländern. Wenn Du keines hast, nimmst Du ersatzweise entweder Rinderhack oder gemischtes Hackfleisch von Schwein und Rind.
  • Das Hackfleisch für das Köfte-Rezept sollte nicht zu mager sein. Denn die Hackfleischspieße brauchen einen gewissen Fettgehalt, um beim Braten oder Grillen saftig zu bleiben.
  • Für den Zitronenabrieb reibst Du entweder die Schale einer ungespritzten und unbehandelten Zitrone oder Du verwendest abgepackten Abrieb. Falls Du beides nicht zu Hause hast, lässt Du diese Zutat einfach weg.
  • Etwas Mehl, Semmelbrösel oder ½ TL Backpulver sorgen für eine bessere Bindung der Hackfleischmasse.
  • Wenn Du öfters Köfte selber machen willst, kannst Du Dir eine spezielle Gewürzmischung dafür kaufen. Sie heißt Köfte Baharat und ist in türkischen Lebensmittelläden oder in Online-Gewürz-Shops erhältlich.
  • Das Köfte-Rezept eignet sich auch sehr gut für die Zubereitung  im Backofen bei etwa 180-200 °C.

Nährwerte

Kalorien: 7kcalKohlenhydrate: 0.4gEiweiß: 1gFett: 0.4gCholesterin: 14mgZucker: 0.04gCalcium: 6mgEisen: 0.2mg
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Was ist Köfte?

Köfte sind ein traditionelles türkisches Fleischgericht. Übersetzt bedeutet der Begriff zerstampft oder zerkleinert und bezieht sich auf die Konsistenz des Fleischs. Damit drückt er etwas Ähnliches aus wie das deutsche Wort Hackfleisch oder das österreichische Wort Faschiertes.

Rezepte für Köfte gibt es seit Jahrhunderten, und zwar nicht nur in der heutigen Türkei, sondern auch in benachbarten Regionen. Köfte-Spieße sind ein äußerst beliebtes Street- und Fingerfood und werden überall in Imbissen und Restaurants angeboten.

Wenn Du den Begriff Çig Köfte siehst, ist damit eine spezielle Form türkischer Köfte gemeint. Er handelt sich um Hackfleischspieße mit rohem Hackfleisch. Aus hygienischen Gründen werden sie inzwischen auch vegetarisch aus Bulgur hergestellt. Du erkennst Çig Köfte an der Form. Sie sind länglich und weisen in regelmäßigen Abständen kleine Dellen auf.

Wie macht man türkische Köfte?

Die Zubereitung von Köfte ist unkompliziert: Alle Zutaten zu einer gleichmäßigen Masse kneten, Köfte formen, ruhen lassen und dann durchgaren. Ob Du aus der Hackmasse lieber Bällchen, Frikadellen, Röllchen oder Spieße formst, bleibt Dir überlassen. Dem Hackfleisch kannst Du – wie bei Frikadellen – eingeweichte Brötchen untermischen.

Rezepte für Hackfleischbällchen gibt es in vielen Ländern. Das typisch Türkische an Köfte ist die Würzung. Wenn Du Original Köfte selber machen willst, kannst Du zwar das Rezept variieren und auch Gewürze austauschen. Doch einige von Ihnen gehören zu diesem Fleischgericht einfach dazu. Eines der wichtigsten ist Pul biber. Das sind türkische Paprikaflocken, die in zahlreichen Variationen angeboten werden.

Falls Du kein Pul biber hast, ersetzt Du es durch ein ähnliches Gewürz wie Paprika, Chili oder Cayennepfeffer. Kreuzkümmel, gemahlener Koriander und Oregano zählen zu den weiteren typischen Köfte-Gewürzen. Wenn Du experimentieren möchtest, ergänzt Du die Zutatenliste beispielsweise durch Piment, Kardamom, Kurkuma oder Minze.

Was isst man zu Köfte?

Traditionelle Beilagen für Köfte sind frisches Fladenbrot oder Reis. Beide werden mit typischen Gewürzen der türkischen Küche aromatisiert. Wenn Köfte als schneller Imbiss serviert werden, gibt es oft Tomaten, Zwiebelringe oder anderes frisch aufgeschnittenes Gemüse dazu. Eine Variante ist Grillgemüse, das Du gleich auf dem Grill oder in der Pfanne mit garst. Ebenfalls lecker ist ein frischer gemischter Salat oder Krautsalat.

Saucen und Dips gehören dazu, wenn Du Köfte als Hauptmahlzeit servierst. Kalte Saucen auf Joghurt-Basis wie Tzaziki passen hervorragend zum pikanten Hackfleisch. Kichererbsen-Dips wie Hummus oder Tahini sind gleichfalls sehr beliebt. In der türkischen Küche werden die Beilagen gerne mit Minze gewürzt. Bei uns kennt man vor allem Pfefferminze als Kräuter- oder Heiltee. Doch das frische Aroma der unterschiedlichen Minzsorten gibt vielen orientalischen Gerichten eine besondere Note.

Köfte richtig aufbewahren und einfrieren

Hackfleischbällchen eignen sich hervorragend, um einen größeren Vorrat zuzubereiten. Das gilt auch für original türkische Köfte. Im Kühlschrank sind Köfte 3-4 Tage haltbar. Außerdem hast Du die Möglichkeit, Köfte einzufrieren. So halten sie sich bis zu 4 Monaten. Das geht sowohl mit fertigen Spießen als auch mit rohen. Allerdings kannst Du keine ungebratenen Spieße einfrieren, falls Du TK-Hackfleisch verwendest. Denn rohes Hackfleisch darf aus hygienischen Gründen nicht wiederholt eingefroren werden.

Wenn Du verhindern willst, dass Deine Köfte-Spieße beim Einfrieren zusammenkleben, legst Du sie zunächst auf ein Backblech oder einen großen Teller. Sie sollen sich nicht berühren. Dann frierst Du sie 3-4 Stunden ein. Anschließend verpackst Du sie in Gefrierbeutel. Bei Bedarf taust Du sie auf und brätst sie in der Pfanne kurz an. Rohe Köfte kannst Du auch in gefrorenem Zustand braten. Sie brauchen dann allerdings länger als aufgetaute Spieße und müssen immer gründlich durchgebraten werden.

Titelbild von Eduardo López - stock.adobe.com

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