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Rotkohl selber machen – ganz leicht

Rotkohl selber machen

Rezept

Rotkohl selber machen: Rotkohl ist eine ideale Beilage für Fleischgerichte. Es lohnt sich, das beliebte Gemüsegericht selber zuzubereiten. Denn Fertigprodukte haben nicht dieses würzige, süß-säuerliche Aroma, das selbst gekochten Rotkohl auszeichnet. In unserem klassischen Rotkohl-Rezept erfahrt Ihr, was bei der Zubereitung zu beachten ist.
3.67 aus 3 Bewertungen
Vorbereitung 30 Min.
Zubereitung 30 Min.
Gesamt 1 Std.
Gericht Beilage
Menge 8 Portionen
Kalorien 35 kcal

Küchenhelfer

  • Einweghandschuhe

Zutaten
  

  • 1 Kopf Rotkohl
  • 2 EL Zucker
  • 1 rote Zwiebel groß
  • 1 Apfel säuerlich
  • 50 g Butterschmalz
  • 2 EL Balsamico hell
  • 50 ml roter Traubensaft Alternativ: trockener Rotwein
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Gewürznelken
  • 3 Wacholderbeeren

Optional

  • Speisestärke zum Abbinden

Zubereitung
 

  • Kohlkopf halbieren, dann vierteln. Äußere Blätter sowie Strunk entfernen. Rotkohl in feine Streifen schneiden. Kohlstreifen in eine Schüssel geben. Eine Prise Salz und den Zucker darüberstreuen. Gut durchkneten. Beiseitestellen.
    1 Kopf Rotkohl, 2 EL Zucker
  • Zwiebel schälen, fein würfeln. Apfel schälen, Stil und Kernhaus entfernen. Apfel fein würfeln.
    1 rote Zwiebel groß, 1 Apfel
  • Butterschmalz in einem großen Topf zerlassen, Zwiebelstücke darin glasig andünsten.
    50 g Butterschmalz
  • Angesammelten Rotkohlsaft aus der Schüssel in ein Gefäß gießen. Rotkohlstreifen und Balsamico in den Topf geben, einige Minuten dünsten. Apfelstücke unterrühren.
    2 EL Balsamico
  • Den Rotkohlsaft und Traubensaft (oder den Rotwein) in den Topf geben. Die Kohlstreifen sollen fast mit Flüssigkeit bedeckt sein. Mit Lorbeerblättern, Gewürznelken und Wacholderbeeren würzen. Umrühren.
    50 ml roter Traubensaft, 2 Lorbeerblätter, 3 Gewürznelken, 3 Wacholderbeeren
  • Hitze zurücknehmen und Rotkohl zugedeckt rund 30 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Der Rotkohl ist fertig, wenn die Kohlstreifen noch etwas Biss haben und nur noch wenig Flüssigkeit im Topf ist.
  • Gewürze entfernen. Rotkohl abschmecken.

Optional

  • Nach Belieben Speisestärke mit wenig lauwarmem Wasser anrühren und über den Rotkohl geben. Unter Rühren einmal aufkochen lassen.
    Speisestärke zum Abbinden

Gut zu Wissen

  • Das Kneten des rohen Rotkohls macht ihn weicher und reduziert die Garzeit. Einmalhandschuhe verhindern, dass der intensive Farbstoff nicht die nächsten Tage Eure Hände ziert.
  • Ein Gewürzsäckchen oder Tee-Ei hilft Euch, die Gewürze schnell aus dem fertigen Rotkohl zu entfernen. Theoretisch könnt Ihr sie auch im Gemüse belassen. Der Biss auf eine Wacholderbeere oder eine Gewürznelke ist jedoch recht unangenehm.
  • Die genaue Garzeit hängt unter anderem von der Kohlsorte ab. Es gibt weichere und härtere Arten. Kontrolliert die Konsistenz Eures Rotkohls während des Garens und nehmt ihn vom Herd, wenn er so ist, wie Ihr ihn haben wollt.
  • Euer selbst gemachter Rotkohl schmeckt noch besser, wenn Ihr ihn durchziehen lasst. Bereitet ihn am Vortag zu und wärmt ihn kurz vor dem Servieren auf. Dadurch haben die Geschmackszutaten mehr Zeit, ihre Aromen zu entfalten.

Nährwerte

Kalorien: 35kcalKohlenhydrate: 5gEiweiß: 0.1gFett: 2gZucker: 4gCalcium: 3mgEisen: 0.03mg
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Rotkohl oder Blaukraut: Gibt es einen Unterschied?

Gemüse aus rötlich-violetten Kohlsorten hat unterschiedliche Namen. Die Bezeichnung Rotkohl ist typisch für den Norden, Blaukraut für den süddeutschen Raum. Rotkraut heißt es in vielen mitteldeutschen Bundesländern.

Hinter der Namensvielfalt steckt mehr als ein sprachlicher Unterschied. Regionale Eigenheiten bei der Zubereitung spielen ebenfalls eine Rolle. Die klassischen Zutaten im Norden sorgen dafür, dass sich das Kohlgemüse eher rötlich färbt. Beim bayerischen Blaukraut ist das Ergebnis meist blau-violett. Entscheidend ist, ob ein Rezept einen sauren oder basischen Charakter hat. Eine säurebetonte Zusammensetzung sorgt für die Rotfärbung.

Dieses Phänomen zeigt sich nicht nur beim Kochen. Der Boden, auf dem eine Kohlpflanze wächst, kann ebenfalls sauer oder alkalisch sein und die Farbgebung des Kohls beeinflussen. Daher findet Ihr beim Einkaufen Kohlköpfe mit unterschiedlichen Färbungen.

Rotkohl selber machen: Wissenswertes über den Kohl

Rotkohl ist eng mit Weißkohl, Spitzkohl und Wirsing verwandt. Seine charakteristische Farbe erhält er durch den Farbstoff Cyanidin, der auch in Brombeeren, Heidelbeeren, Pflaumen und Kirschen vorkommt. Im Gegensatz zu einigen anderen Kohlarten ist Rotkohl kein typisches Herbst- und Wintergemüse. Er wird in Deutschland zwischen Mai und Dezember geerntet. Es gibt frühe und späte Sorten sowie den sogenannten Dauerrotkohl.

Wenn Ihr einen Kohlkopf auswählt, sollten die äußeren Blätter kräftig sein und leicht glänzen, die Blattränder fest anliegen. Ein Blick auf die Schnittfläche verrät Euch ebenfalls, wie frisch der Kohl ist. Die meisten Rezepte verwenden einen ganzen Kohlkopf. Doch es ist nicht ganz einfach abzuschätzen, wie viel geschnittene Rohware das ergibt.

Einen Teil der äußeren Blätter und den Strunk müsst Ihr auf alle Fälle entfernen. Wenn Ihr sichergehen wollt, dass Ihr genug habt, nehmt einen etwas größeren Kohlkopf. Wenn Ihr ihn nicht ganz aufbraucht, könnt Ihr ihn in Frischhaltefolie wickeln und bis zu zwei Wochen im Kühlschrank lagern.

Nützliche Tipps rund um das Rotkohl Rezept

Die folgenden Tipps und Tricks helfen Euch, das Rotkohl-Rezept nachzukochen:

Wie schneidet man am besten Rotkohl?

Um den Kohlkopf problemlos zerteilen zu können, braucht Ihr ein großes Küchenmesser mit stabilem Griff. Ein kleines Gemüsemesser ist mit dem harten Kohlkopf überfordert. Bevor Ihr mit dem Schneiden beginnt, entfernt Ihr die äußeren Blätter. Danach halbiert Ihr den Kohlkopf. Anschließend halbiert Ihr die Hälften. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt, weil sich der weiße Strunk aus den Kohlkopfvierteln einfach herausschneiden lässt. Wenn Ihr den Strunk aus allen Vierteln entfernt habt, müsst Ihr nur noch den Kohl in Streifen schneiden. Das geht mit dem Messer, einem Gemüsehobel oder auch einer Schneidemaschine.

Wie bekomme ich Rotkohl schön rot?

Da Rotkohl Säure braucht, um richtig rot zu werden, reicht etwas Essig oder Zitronensaft im Kochwasser. Der geriebene Apfel im Rotkohl-Rezept steuert ebenfalls Fruchtsäure bei. Wenn Ihr einen intensiven Farbton wollt, könnt Ihr zum Schluss Rote-Bete-Saft unterrühren.

Was kann man machen, wenn Rotkohl zu sauer wurde?

Rotkohl sollte leicht süß-sauer schmecken. Wenn er zu sauer ist, helfen zuckerhaltige Zutaten, die Säure abzumildern. Das kann einfacher Haushaltszucker sein. Bewährt haben sich außerdem Preiselbeeren aus dem Glas, Johannisbeergelee oder geriebene süße Äpfel. Diese Zutaten schmecken nicht nur süß, sie haben auch ein fruchtiges Aroma, das sehr gut zum Rotkohl passt.

Was tun, wenn Rotkohl bitter schmeckt?

Einige vorbeugende Maßnahmen helfen, dass Ihr nach dem Kochen keinen bitteren Rotkohl habt. Eine davon ist, den Kohl vor dem Zubereiten zu probieren. Denn manchmal entwickeln Kohlköpfe aufgrund der Wachstums- oder Erntebedingungen mehr Bitterstoffe als üblich. Wenn der frische Kohl zu bitter schmeckt, verwendet Ihr ihn gar nicht. Den Strunk des Kohlkopfs müsst Ihr sorgfältig entfernen, da er mehr Bitterstoffe enthält als die Blätter.

Zucker, Butter und Gewürze steuern einem unangenehm bitteren Geschmack entgegen. Diese Zutaten findet Ihr bereits im Rotkohl-Rezept. Außerdem sollte der Rotkohl wirklich köcheln und nicht kochen. Denn zu hohe Temperaturen können den bitteren Geschmack verstärken. Falls der Rotkohl trotz der Vorsichtsmaßnahmen bitter wird, könnt Ihr Puderzucker in einer Pfanne karamellisieren, mit Rotwein ablöschen und den Kohl darin ziehen lassen.

Kann man selbstgemachten Rotkohl einfrieren?

Rotkohl lässt sich sehr gut einfrieren. Deshalb könnt Ihr größere Mengen zubereiten und einen Vorrat anlegen. Wichtig ist, dass Ihr den Kohl vollständig abkühlen lasst, bevor Ihr ihn in Gefrierbeutel oder geeignete Behältnisse umfüllt. Am besten friert Ihr pro Beutel oder Behältnis genau die Menge ein, die Ihr üblicherweise braucht. Das können Einzelportionen sein oder Portionen für zwei oder vier Personen.

Tiefgefroren hält sich selbstgemachter Rotkohl bis zu sechs Monaten.

Titelbild von © kristina rütten - stock.adobe.com

2 Kommentare

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Harald November 10, 2022 - 7:16 pm

1 star
Hallo, habe das Rezept heute ausprobiert. Es tut mir Leid, es schmeckt nach nichts. Ich habe den Salzanteil deutlich erhöht, Pfeffer, richtigen Essig, Piment, ausgelassenen Speck und Zimt dazu getan. Die Menge an Nelken und Lorbeerblatt erhöht, Nun schmeckt es wie es schmecken soll. Herzhaft zur Ente.

Viele Grüße.

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René November 14, 2022 - 1:09 pm

Lieber Harald,

schade, dass Dir mein Rezept nicht zusagt und Du so viel verändern musstest.
Ich habe das Rezept mit diesen Mengenangaben x-fach zubereitet und war immer zufrieden. :)

In Schritt 7 weise ich darauf hin, dass der Rotkohl abgeschmeckt werden sollte.

Danke für Dein Feedback!

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