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Rotkohl selber machen – ganz leicht

von Rene
Ob Wild, Gans oder Schweinebraten: Rotkohl ist eine ideale Beilage für Fleischgerichte. Es lohnt sich, das beliebte Gemüsegericht selber zuzubereiten. Denn Fertigprodukte haben nicht dieses würzige, süß-säuerliche Aroma, das selbst gekochten Rotkohl auszeichnet. In unserem klassischen Rotkohl-Rezept erfahrt Ihr, was bei der Zubereitung zu beachten ist.
4.8 aus 46 Bewertungen
Vorbereitung 30 Min.
Zubereitung 30 Min.
Gesamt 1 Std.
Gericht Beilage
Menge 8 Portionen
Kalorien 57 kcal

Küchenhelfer

  • Einweghandschuhe

Zutaten
  

  • 1 Kopf Rotkohl
  • 2 TL Zucker
  • 1 rote Zwiebel groß
  • 1 Apfel säuerlich
  • 50 g Butterschmalz
  • 2 EL Balsamico hell
  • 200 ml Rotwein Alternativ: Traubensaft oder Apfelsaft
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Gewürznelken
  • 3 Wacholderbeeren

Optional

  • Speisestärke zum Abbinden

Zubereitung
 

  • Kohlkopf halbieren, dann vierteln. Äußere Blätter sowie Strunk entfernen. Rotkohl in feine Streifen schneiden. Kohlstreifen in eine Schüssel geben. Salz und Zucker darüberstreuen. Gut durchkneten. Beiseitestellen.
  • Zwiebel schälen, fein würfeln. Apfel schälen, Stil und Kernhaus entfernen. Apfel fein würfeln.
  • Butterschmalz in einem großen Topf zerlassen, Zwiebelstücke darin glasig andünsten.
  • Angesammelten Rotkohlsaft aus der Schüssel in ein Gefäß gießen. Rotkohlstreifen und Balsamico in den Topf geben, einige Minuten dünsten. Apfelstücke unterrühren.
  • Rotkohlsaft, Balsamico und Rotwein in den Topf geben. Die Kohlstreifen sollen fast mit Flüssigkeit bedeckt sein. Mit Lorbeerblättern, Gewürznelken und Wacholderbeeren würzen. Umrühren.
  • Hitze zurücknehmen und Rotkohl zugedeckt rund 30 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Der Rotkohl ist fertig, wenn die Kohlstreifen noch etwas Biss haben und nur noch wenig Flüssigkeit im Topf ist.
  • Gewürze entfernen. Rotkohl abschmecken.
  • Nach Belieben 1 EL Speisestärke mit wenig lauwarmem Wasser anrühren und über den Rotkohl geben. Unter Rühren einmal aufkochen lassen.

Gut zu Wissen

  • Für das Halbieren des harten Kohlkopfs braucht Ihr ein großes, möglichst breites Messer. Aus Sicherheitsgründen solltet Ihr die Klinge immer von Euch wegführen.
  • Das Kneten des rohen Rotkohls macht ihn weicher und reduziert die Garzeit. Einmalhandschuhe verhindern, dass der intensive Farbstoff nicht die nächsten Tage Eure Hände ziert.
  • Ein Gewürzsäckchen oder Tee-Ei hilft Euch, die Gewürze schnell aus dem fertigen Rotkohl zu entfernen. Theoretisch könnt Ihr sie auch im Gemüse belassen. Der Biss auf eine Wacholderbeere oder eine Gewürznelke ist jedoch recht unangenehm.
  • Wenn Ihr statt Rotwein Fruchtsaft nehmt, wird der Rotkohl dadurch süßer. Es ist deswegen sinnvoll, den Zucker erst zu kürzen und beim Abschmecken zu entscheiden, wie Ihr Säure und Süße ausbalancieren wollt.
  • Die genaue Garzeit hängt unter anderem von der Kohlsorte ab. Es gibt weichere und härtere Arten. Kontrolliert die Konsistenz Eures Rotkohls während des Garens und nehmt ihn vom Herd, wenn er so ist, wie Ihr ihn haben wollt.
  • Euer selbst gemachter Rotkohl schmeckt noch besser, wenn Ihr ihn durchziehen lasst. Bereitet ihn am Vortag zu und wärmt ihn kurz vor dem Servieren auf. Dadurch haben die Geschmackszutaten mehr Zeit, ihre Aromen zu entfalten.

Nährwerte

Kalorien: 57kcalKohlenhydrate: 5gEiweiß: 1gFett: 2gZucker: 5gCalcium: 5mgEisen: 1mg
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Rotkohl oder Blaukraut: Gibt es einen Unterschied?

Gemüse aus rötlich-violetten Kohlsorten hat unterschiedliche Namen. Die Bezeichnung Rotkohl ist typisch für den Norden, Blaukraut für den süddeutschen Raum. Rotkraut heißt es in vielen mitteldeutschen Bundesländern.

Hinter der Namensvielfalt steckt mehr als ein sprachlicher Unterschied. Regionale Eigenheiten bei der Zubereitung spielen ebenfalls eine Rolle. Die klassischen Zutaten im Norden sorgen dafür, dass sich das Kohlgemüse eher rötlich färbt. Beim bayerischen Blaukraut ist das Ergebnis meist blau-violett. Entscheidend ist, ob ein Rezept einen sauren oder basischen Charakter hat. Eine säurebetonte Zusammensetzung sorgt für die Rotfärbung.

Dieses Phänomen zeigt sich nicht nur beim Kochen. Der Boden, auf dem eine Kohlpflanze wächst, kann ebenfalls sauer oder alkalisch sein und die Farbgebung des Kohls beeinflussen. Daher findet Ihr beim Einkaufen Kohlköpfe mit unterschiedlichen Färbungen.

Rotkohl selber machen: Wissenswertes über den Kohl

Rotkohl ist eng mit Weißkohl, Spitzkohl und Wirsing verwandt. Seine charakteristische Farbe erhält er durch den Farbstoff Cyanidin, der auch in Brombeeren, Heidelbeeren, Pflaumen und Kirschen vorkommt. Im Gegensatz zu einigen anderen Kohlarten ist Rotkohl kein typisches Herbst- und Wintergemüse. Er wird in Deutschland zwischen Mai und Dezember geerntet. Es gibt frühe und späte Sorten sowie den sogenannten Dauerrotkohl.

Wenn Ihr einen Kohlkopf auswählt, sollten die äußeren Blätter kräftig sein und leicht glänzen, die Blattränder fest anliegen. Ein Blick auf die Schnittfläche verrät Euch ebenfalls, wie frisch der Kohl ist. Die meisten Rezepte verwenden einen ganzen Kohlkopf. Doch es ist nicht ganz einfach abzuschätzen, wie viel geschnittene Rohware das ergibt. Einen Teil der äußeren Blätter und den Strunk müsst Ihr auf alle Fälle entfernen. Wenn Ihr sichergehen wollt, dass Ihr genug habt, nehmt einen etwas größeren Kohlkopf. Wenn Ihr ihn nicht ganz aufbraucht, könnt Ihr ihn in Frischhaltefolie wickeln und bis zu zwei Wochen im Kühlschrank lagern.

Titelbild von © kristina rütten - stock.adobe.com

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