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Tomatensauce selber machen

von Rene
Unglaublich lecker: selbst gemachte Tomatensauce. Was Du dafür vor allem brauchst, sind aromatische Tomaten. Der Rest ist sehr einfach. Für dieses Tomatensauce-Rezept verwendest Du frische Tomaten. Außerdem erfährst Du, wie Du eine ebenso leckere Sauce mit Dosentomaten oder passierten Tomaten aus dem Tetrapack zubereitest.
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Vorbereitung 15 Min.
Zubereitung 30 Min.
Gesamt 45 Min.
Gericht Saucen & Dips
Menge 6 Portionen
Kalorien 6 kcal

Küchenhelfer

  • große Pfanne
  • feines Sieb oder Passiergerät
  • Schüssel

Zutaten
  

  • 1,4 kg frische Tomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 TL Balsamico alternativ: milder Essig
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 TL Oregano gerebelt
  • 1 Handvoll Basilikumblätter frisch
  • optional: Chiliflocken nach Geschmack

Zubereitung
 

  • Zuerst wäschst Du 1,4 kg frische Tomaten und viertelst sie.
  • Dann schälst Du 2-3 Knoblauchzehen und hackst sie fein. Du gibst 2 El Olivenöl in eine große Pfanne und erhitzt es bei mittlerer Temperatur. Sobald sich die Oberfläche kräuselt, gibst Du die Knoblauchstückchen in das Öl und würzt sie mit 1 TL Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle. Du dünstest sie 2 Minuten lang unter regelmäßigem Rühren an. Sie sollen nicht stark anbräunen.
  • Danach fügst Du 1 EL Tomatenmark hinzu und dünstest die Mischung 1 Minute lang. Regelmäßig umrühren, damit nichts festbrät.
  • Anschließend gibst Du die Tomatenviertel, 2 TL Balsamico, 1/2 TL Zucker sowie 1 TL gerebelten Oregano hinzu. Wenn Du möchtest, streust Du einige Chiliflocken in die Sauce. Alles gut umrühren.
  • Du lässt die Tomatensauce bei hoher Hitze kurz aufkochen. Wenn sich an der Oberfläche Blasen zeigen, nimmst Du die Temperatur zurück, sodass die Sauce nur noch köchelt. 15 Minuten köcheln lassen und gelegentlich umrühren.
  • Inzwischen wäschst Du 1 Handvoll Basilikumblätter und zerkleinerst sie.
  • Dann legst Du ein feines Sieb über eine große Schüssel und passierst die Sauce durch das Sieb oder ein Passiergerät. Bei Bedarf die Schalen zwischendurch aus dem Sieb entfernen.
  • Wenn Du die gesamte Sauce passiert hast, gibst Du sie wieder in den Topf. Du rührst das Basilikum unter und lässt die Sauce bei geringer Hitze 10 Minuten lang ziehen.
  • Zum Schluss schmeckst Du die Tomatensauce noch einmal ab.

Gut zu Wissen

  • – Wenn Du kein Sieb hast, kannst Du die Schalen und Kerne vor dem Kochen entfernen. Dafür ritzt Du jede Tomate kreuzförmig ein und legst sie in heißes Wasser. Wenn sich die Ränder der Einschnitte ablösen, holst Du die Tomate mit einem Löffel aus dem Wasser, lässt sie ein wenig abkühlen und ziehst die Schale mit einem kleinen Messer ab. Die Kerne schabst Du mit einem Löffel oder Messer heraus. Bei dieser Methode erhältst Du am Schluss in der Regel etwas weniger Sauce, da mehr Fruchtfleisch verloren geht. – Tomatenmark wird zwar aus frischen Tomaten hergestellt, ist aber zusätzlich konzentriert. Dadurch schmeckt es intensiver und hat einen anderen Charakter als Tomaten oder Tomatenstücke. Du kannst es als Geschmacksverstärker einsetzen, indem Du einen Löffel davon in Deine Sauce rührst. Tomatenmark gibt es einfach oder mehrfach konzentriert. Welches Du nimmst, liegt bei Dir. Es sollte jedoch eine ungewürzte Variante sein, damit das Mark Deine Tomatensauce nicht verfälscht. – Zwiebeln ja oder nein? Diese Frage kannst nur Du beantworten. Wenn Du möchtest, kannst Du das Rezept durch eine fein gehackte Zwiebel oder klein geschnittene Frühlingszwiebeln ergänzen. Die Zwiebelstücke dünstest Du zusammen mit dem Knoblauch an und bereitest die Soße ansonsten zu wie im Rezept angegeben. – Das Tomatensoße-Rezept lässt sich variieren oder erweitern. Du hast beispielsweise die Möglichkeit, zusätzlich andere mediterrane Kräuter verwenden. Wenn Du zum Schluss saure Sahne oder Schmand unterrührst, wird sie cremiger. Zum Verfeinern eignet sich ein Schuss Weißwein.

Nährwerte

Kalorien: 6kcalKohlenhydrate: 1gEiweiß: 1gFett: 1gZucker: 1gCalcium: 5mgEisen: 1mg
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Leckere Tomaten: Wissenswertes rund um das fruchtige Gemüse


Angesichts ihrer heutigen Beliebtheit ist es kaum zu glauben, wie schwer es die Tomate hatte, sich in Europa zu etablieren. In ihrer Heimat – den südamerikanischen Anden – gab es vermutlich schon vor Christi Geburt einen gezielten Anbau der Pflanzen. Um 1500 entdeckte Columbus die ihm unbekannte Pflanze und brachte einige Exemplare nach Europa. Die Früchte waren verhältnismäßig klein und gelb. Deswegen heißen sie im Italienischen bis heute pomodori – Goldäpfel. Weitere Pflanzen gelangten während der Eroberungszüge des Spaniers Cortez nach Europa. Doch Tomaten galten lange Zeit als ungesund oder sogar giftig. Doch im 17. Jahrhundert werden Tomaten immer beliebter und setzen sich als ebenso leckeres wie gesundes Lebensmittel durch.

Die Tomate wird oft als Fruchtgemüse bezeichnet. Sie gehört zu den Gemüsepflanzen, die essbare Früchte ausbilden. Die grünen Pflanzenteile dagegen sind ungenießbar. Diese enthalten die giftige Substanz Tomatin, die die Pflanze als Schutz vor Fressfeinden bildet. In reifen Früchten ist Tomatin nicht mehr enthalten. Das beliebte Gemüse wird in zahlreichen Varianten angeboten. Rote Tomaten sind am häufigsten. Doch Du kannst auch gelbe, schwarze, orange- oder rosafarbene kaufen. Außerdem gibt es Sorten, deren reife Früchte grün bleiben. Eine ähnlich große Vielfalt herrscht bei Größe und Form. Neben den mittelgroßen runden Tomaten findest Du beispielsweise Kirsch-, Cocktail-, Pflaumen-, Birnen- und Fleischtomaten.

Frisch, Dose, Tetrapack: Welche Tomaten eignen sich für das Tomatensauce-Rezept?

Wenn Tomaten Saison haben und viele Sorten erhältlich sind, lohnen sich frische Tomaten auf alle Fälle. Zu diesem Zeitpunkt sind sie preiswert und haben viel Geschmack, da sie reif geerntet und nicht weit transportiert werden. Etwas anders sieht es aus, wenn die Saison vorbei ist, und Du in den Gemüseabteilungen nur Ware findest, deren Geschmack zu wünschen übrig lässt. Dann sind Dosentomaten oder passierte Tomaten eine echte Alternative für das Tomatensauce-Rezept. Bei beiden Varianten benötigst Du eine geringere Tomatenmenge als bei frischen Tomaten, da keine Schalen und meist nur wenige Kerne vorhanden sind. Wie viel weniger das ist, hängt von den verwendeten Tomaten ab. Grob gerechnet erhältst Du aus 1 kg frischen Tomaten zwischen 700 g und 800 g passierte Tomaten. Bei den Dosentomaten ist das Abtropfgewicht entscheidend.

Viele Dosentomaten überzeugen mit erstaunlich viel Geschmack. Das liegt daran, dass sie aus Anbaugebieten mit warmem, sonnenreichem Klima stammen. Die Früchte dürfen voll ausreifen und werden vor Ort rasch verarbeitet. Sie sind eine sehr gute Basis, wenn Du Tomatensauce selber machen willst. Zudem sparst Du dir das Entfernen der Schalen. Um Tomatensauce selber zu machen, hast Du die Wahl zwischen ganzen Tomaten und Pizzatomaten in Stücken.

Noch etwas schneller geht die Zubereitung mit passierten Tomaten aus dem Tetrapack. Die vorpürierten Version erwärmst Du einfach im Topf. Zu stark solltest Du sie nicht erhitzen, da sie weniger Flüssigkeit enthalten als ganze oder zerteilte Tomaten, und das Püree festbacken kann. Danach brauchst Du Dich nur noch um die richtige Würzung kümmern. Allerdings musst Du bei passierten Tomaten ein paar Abstriche beim Aroma machen. Denn die Tomaten verlieren durch die Bearbeitung Geschmack.

Mediterrane Tomatensauce selber machen mit Basilikum und Oregano

Basilikum und Oregano zählen zu den am häufigsten verwendeten Kräutern in italienischen Rezepten. Basilikum findest Du in Pestos oder Salaten, in Suppen, Fischgerichten und natürlich in der Tomatensauce. Du hast die Wahl, ob Du ihn getrocknet oder frisch verwenden möchtest. Da sein Geschmack frisch besser zur Geltung kommt, verwendest Du für dieses Tomatensauce-Rezept frische Blätter. Ihr Aroma verfliegt bei längerem Kochen. Daher gibst Du sie erst zum Schluss zu den übrigen Zutaten. Basilikumtöpfchen sind in fast allen Supermärkten in der Gemüseabteilung erhältlich. Bei regelmäßigem Gießen hält sich Dein Basilikum auf dem Balkon oder auf dem Fensterbrett mehrere Monate.

Im Gegensatz zum Basilikum entfaltet Oregano sein Aroma besser im getrockneten Zustand. Es lohnt sich daher, dass Du ein Glas oder Tütchen in der Gewürzabteilung kaufst, wenn Du öfters Tomatensauce selber machen willst. Meist steht auf dem Etikett der Hinweis „gerebelt“. Das bezieht sich auf die Verarbeitungsmethode, bei der die Blätter vom Stängel abgestreift und anschließend zerkleinert werden. Getrockneter Oregano schmeckt besonders intensiv, wenn er längere Zeit erhitzt wird. Deswegen kommt er gleich mit den Tomaten in die Pfanne.

Das kannst Du mit leckerer Tomatensauce machen

Deine selbst gemachte Tomatensauce kannst Du vielseitig einsetzen. Mit etwas geriebenem Parmesan schmeckt sie zu Deiner bevorzugten Pastasorte. Sie eignet sich auch sehr gut für das Bestreichen einer selbst gemachten Pizza oder als Lasagnasauce. Zur Abwechslung kannst Du sie mit Hackfleischbällchen oder gedünstetem Fisch servieren. Verschiedene Gemüsesorten harmonieren hervorragend mit der würzigen Sauce. Dazu zählen beispielsweise Zucchini, Brokkoli, grüne Bohnen, Paprika, Zwiebeln oder Gurken. Hülsenfrüchte aller Art sind eine weitere Option.

Selbst gemachte Tomatensauce auf Vorrat: So bewahrst Du sie auf

Wenn Du größere Mengen Tomatensauce selber machen willst, hast Du mehrere Möglichkeiten, sie aufzubewahren. Im Kühlschrank hält sie sich 3 bis 4 Tage. Dafür solltest Du sie nach dem Abkühlen in ein dicht schließendes Vorratsgefäß umfüllen. Außerdem lässt sich Tomatensauce sehr gut einfrieren. Bewährt haben sich Kunststoffdosen mit einem festsitzenden Deckel. Wenn Du sie beschriftest, weißt Du immer, wie lange Du sie noch aufbewahren kannst. Sie hält sich tiefgefroren mindestens drei Monate. Auch beim Einfrieren gilt: Die Sauce muss vollständig abgekühlt sein. Auftauen kannst Du sie bei Zimmertemperatur oder auf dem Herd bei mittlerer Temperatur. Da die Sauce beim Lagern an Aroma verliert, schmeckst Du sie vor dem Servieren noch einmal ab.

Wenn Du Erfahrung mit dem Einkochen hast, kannst Du die selbst gemachte Tomatensauce auch auf diese Weise haltbar machen. In sterilisierten, fest verschlossenen Gläsern lässt sie sich problemlos mehrere Monate aufbewahren. Am besten nimmst Du Gläser, die genau ein oder zwei Portionen passen. Dann weißt Du, wie viele Gläser Du brauchst, wenn Du Deine Sauce verwenden möchtest. Es empfiehlt sich, die Gläser hin und wieder zu kontrollieren, ob sie noch in einwandfreiem Zustand sind. Denn gelegentlich werden sie beim Abfüllen nicht vollständig versiegelt.

Titelbild von © lilechka75 - stock.adobe.com

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