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Türkisches Brot: so gelingt es Dir

von Rene
Einfach unwiderstehlich lecker: türkisches Brot, frisch gebacken aus dem eigenen Ofen. Schwer ist es nicht, die Köstlichkeit selber zu machen. In diesem einfachen Rezept erfährst Du, wie Du das Brot selbst zubereiten kannst und was dabei zu beachten ist. Eine Küchenmaschine brauchst Du für dieses Brot nicht. Denn den leichten, weichen Teig knetest Du problemlos mit der Hand.
4.7 aus 98 Bewertungen
Vorbereitung 10 Min.
Zubereitung 30 Min.
Ruhezeit 1 Std.
Gesamt 1 Std. 40 Min.
Gericht Beilage
Menge 1 Brot
Kalorien 1904 kcal

Küchenhelfer

  • große Rührschüssel
  • Backblech
  • Backpapier
  • Backpinsel
  • Kuchengitter

Zutaten
  

  • 500 g Weizenmehl Typ 405
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 300 ml Wasser lauwarm
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Eigelb
  • 2 EL Milch
  • 1 EL Schwarzkümmelsamen

Zubereitung
 

  • Zuerst gibst Du 500 g Weizenmehl, 1 Pck Trockenhefe, 1 TL Salz und 1 TL Zucker in eine große Rührschüssel und vermischst alles sorgfältig mit einer Gabel.
  • Danach gießt du 300 ml lauwarmes Wasser und 2 EL Olivenöl darüber. Mit der Gabel rührst Du die Zutaten so lange um, bis sich eine Teigmasse bildet. Danach bestreichst Du Deine Handflächen mit etwas Speiseöl und knetest den Teig weiter. Er ist fertig, wenn er nicht mehr an der Schüssel klebt. Ist er zu klebrig, knetest Du ein wenig Mehl unter, ist er zu trocken, etwas Wasser.
  • Du deckst die Schüssel mit einem Tuch ab und lässt den Hefeteig an einem warmen Ort 40 Minuten lang aufgehen. Inzwischen legst Du ein Backblech mit Backpapier aus.
  • Nach der Gehzeit legst Du Deinen Brotteig auf die Mitte des Backpapiers und formst ihn zu einem flachen, runden oder ovalen Fladen. Es sollte etwa 1-1,5 cm dick und an den Rändern ertwas höher sein als in der Mitte. Wenn Du möchtest, stichst Du mit einem Löffelstiel ein gleichmäßiges Lochmuster in die Oberfläche.
  • Anschließend lässt Du den Brotfladen noch einmal 20 Minuten gehen.
  • Inzwischen heizt Du den Backofen auf 200 °C Umluft oder 220 °C Ober-/Unterhitze vor.
  • Vor dem Backen verrührst Du 1 Eigelb mit 2 EL Milch und bestreichst das Brot mit dieser Mischung. Anschließend streust Du 1-2 EL Schwarzkümmelsamen darüber.
  • Dann schiebst Du das Backblech auf mittlerer Höhe in den Ofen. Wenn die Oberfläche des Fladens fest ist und sich goldbraun färbt, nimmst Du ihn heraus.
  • Zum Abkühlen legst Du Dein türkisches Brot auf ein Kuchengitter.

Gut zu Wissen

  • Hefeteig ist nicht komplizierter als andere Teigarten. Die Zubereitungsschritte gehen schnell von der Hand. Du musst lediglich die Zeit für das Gehenlassen einplanen. Die im Rezept angegebene Zeit ist ein Minimum. Ist die Zeitspanne kürzer, wird der Teig zu fest.
  • Damit das Brot locker wird, muss der Teig gut aufgegangen sein. Hast Du den Eindruck, dass sich das Volumen noch nicht ausreichend vergrößert hat, gib ihm etwas mehr Zeit,
  • Falls Du statt Trockenhefe lieber Frischhefe verwendest, nimmst Du für das Rezept 21 g. Das entspricht 1/2 Würfel. Du löst die Hefe zusammen mit 1 TL Zucker in 300 ml lauwarmem Wasser auf. Dann gießt Du die Flüssigkeit in eine Vertiefung, die Du in die Salz-Mehl-Mischung drückst. Anschließend bearbeitest Du den Teig wie im Rezept angegeben.
  • Der fertige Brotteig soll sich sehr weich und geschmeidig anfühlen. Daher solltest Du zusätzliches Mehl nur in kleinen Portionen hinzufügen, falls dies für die Konsistenz erforderlich ist. Größere Mehlmengen lassen ihn zu fest und schwer werden.
  • Außer Schwarzkümmel kannst Du Sesamsamen über das Brot streuen oder eine Mischung aus beidem.
  • Wenn Dir ein türkisches Brot aus 500 g Mehl zu viel ist, teilst Du den Teig in zwei gleich große Portionen und formst kleinere Fladen. Die Backzeit verringert sich dadurch ein wenig. Das türkische Brot lässt sich hervorragend einfrieren. So kannst Du den zweiten Fladen über längere Zeit aufbewahren und bei Bedarf kurz aufbacken.

Nährwerte

Kalorien: 1904kcalKohlenhydrate: 384gEiweiß: 55gFett: 12gCholesterin: 196mgZucker: 3gCalcium: 110mgEisen: 24mg
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Brot selber backen: Wissenswertes rund um das wichtige Grundnahrungsmittel

Es gibt wohl nur wenige Regionen auf der Erde, in denen Brot völlig unbekannt ist. Überall, wo Getreidesorten oder Pseudogetreide wachsen, werden die Körner gemahlen, mit Flüssigkeit sowie anderen Zutaten vermengt und anschließend gebacken. Damit der Brotteig gelingt, muss das Mehl Inhaltsstoffe enthalten, die bei der Verarbeitung Wasser binden und den Teig formbar machen. Andernfalls entsteht kein backfähiger Teig oder das Brot ist nach dem Backen zu hart. Getreidesorten wie Weizen, Dinkel und – in geringeren Mengen – Roggen enthalten das Klebereiweiß Gluten, das in Verbindung mit Wasser einen elastischen Teig erzeugt. Sie eignen sich daher gut für das Brotbacken.

Brotsorten unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf das Mehl, das verwendet wird. Es gibt zudem verschiedene Triebmittel, die helfen, den Brotteig zu lockern. Hefe ist nur eine Möglichkeit. Eine zeitaufwendige Alternative, die sehr schmackhaftes Brot ergibt, stellt die Verwendung von Sauerteig dar. Einige Rezepte für selbst gemachtes Brot verwenden als Triebmittel Backpulver. Dieses eignet sich vor allem für einfache, leichte Teige aus hellem Mehl. Brot ohne Triebmittel – beispielsweise Matzenbrot – bleibt beim Backen flach und wird vergleichsweise hart. Misch- und Vollkornbrote lassen sich über längere Zeit aufbewahren. Weißbrot und Weizenbrötchen trocknen dagegen schnell aus. Fladenbrot wie dieses türkische Brot wird meist kurz vor dem Verzehr hergestellt und frisch serviert.

Schwarzkümmel: Was ist das eigentlich?

Schwarzkümmel wird traditionell im Nahen Osten, Westasien, Indien und Nordafrika verwendet. Bereits vor mehr als 3000 Jahren nutzten die Menschen ihn als Heil- und Gewürzpflanze. Trotz seines Namens ist er weder mit dem Kümmel noch mit dem Kreuzkümmel verwandt. Aus den Samen wird Schwarzkümmelöl gepresst, das als besonders reichhaltig und gesund gilt. Die kleinen schwarzen Samen der Pflanze dienen als Küchengewürz. Im Türkischen heißen sie Çörek otu. Ihr Aroma ist würzig-pikant.

Den Schwarzkümmelsamen für türkisches Brot findest Du in Supermärkten mit großer Gewürzabteilung, in türkischen Lebensmittelgeschäften oder in Online-Shops.

Was passt zu türkischem Brot?

Ein Blick auf die Speisekarte eines türkischen Restaurants oder eines Döner-Imbisses verrät Dir, was traditionell zu türkischem Brot serviert wird. Einige leckere Beispiele sind:

  • gefüllt: Du schneidest ein Viertel des Fladens halb auseinander, sodass eine Tasche entsteht. Diese füllst Du mit Hackfleisch oder gegrilltem Fleisch, Schafskäse und Salat. Zum Schluss kommt eine Würzsauce Deiner Wahl hinzu.
  • mit Fleisch: Das Fladenbrot passt zusammen mit einem Knoblauch-Joghurt-Dip ausgezeichnet zu Köfte oder Kebab.

Natürlich kannst Du auch Gerichte zusammen mit Deinem Brot servieren, die nicht aus der türkischen Küche stammen. Das helle Weizenbrot schmeckt beispielsweise zu herzhaften Eintöpfen aus Hülsenfrüchten, zu Tsatsiki oder zu frischen gemischten Salaten. Wenn Du vorhast, Sandwiches mit dem Brot zuzubereiten, formst Du statt des runden oder ovalen Fladens ein Rechteck. Nach dem Backen viertelst den Fladen und schneidest die Viertel in der Mitte durch. So erhältst Du Scheiben, die sich gut belegen lassen. Für Sandwiches eignen sich alle Käsesorten, Ei, Gurken, Tomaten, Schinken oder Thunfisch.

Titelbild von © Daniel Berkmann - stock.adobe.com

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