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Tzatziki selber machen – klassisches Rezept

von Rene
Wie macht man Tzatziki eigentlich? Wenn Du Dir schon einmal diese Frage gestellt hast, wirst Du in diesem Tzatziki-Rezept alle wichtigen Informationen finden. Tzatziki selber machen ist gar nicht schwierig. Du benötigst nur wenige Zutaten, und die Arbeitsschritte sind einfach. Überzeuge Dich selbst – dann kannst Du schon bald den cremigen Joghurt-Dip genießen. Er schmeckt zu Fleisch, Fisch, Gemüse und natürlich zu frischem Brot.
4.9 aus 568 Bewertungen
Zubereitung 15 Min.
Gesamt 15 Min.
Gericht Saucen & Dips
Menge 4 Portionen

Küchenhelfer

  • Gemüseschäler
  • Gemüsereibe mit großen Löchern
  • 2 Schüsseln
  • Knoblauchpresse
  • sauberes Küchentuch oder Küchenkrepp

Zutaten
  

  • 2 Salatgurken
  • Salz
  • 3 TL Weißweinessig
  • 300 g griechischer Joghurt alternativ 150 g Naturjoghurt (3,5 % und 150 g Speisequark (40 %))
  • ½ Knoblauchzehe
  • 3 TL Natives Olivenöl extra
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • optional: einige Stängel frischer Dill

Zubereitung
 

  • Du schälst 2 mittelgroße Gurken und schneidest beide Enden ab. Danach reibst Du die Gurken mit einer Gemüsereibe in eine Schüssel. Am besten verwendest Du die Seite mit den größten Löchern, um die Gurken zu verarbeiten. Gurkenscheiben oder -stücke eignen sich für dieses Rezept nicht so gut. Du fügst eine Prise Salz und 1 TL Weißweinessig hinzu. Alles vermischen und Schüssel beiseitestellen.
  • In eine weitere Schüssel gibst Du 300 g griechischen Joghurt. Falls Du Naturjoghurt und Quark verwendest, verrührst Du jeweils 150 g davon zu einer homogenen Masse.
  • Du schälst 1 Knoblauchzehe und presst nach Belieben die ganze Zehe oder die Hälfte davon über den Joghurt. Anschließend fügst Du 3 TL Natives Olivenöl extra, 2 TL Weißweinessig, etwas Salz und schwarzen Pfeffer aus der Mühle hinzu. Alles sehr gut mit einer Gabel oder einem Löffel verrühren.
  • Anschließend gießt Du die Flüssigkeit ab, die die gehobelten Gurken abgegeben haben. Danach presst Du die Gurken mit den Händen, einem sauberen Küchentuch oder Küchenkrepp noch einmal gründlich aus.
  • Die ausgepressten Gurken gibst Du zu den Zutaten in der anderen Schüssel und rührst sie unter, bis sie sich gleichmäßig verteilt haben.
  • Zum Schluss schmeckst Du Deine Mischung noch einmal mit Salz, Pfeffer und Weißweinessig ab. Danach stellst Du sie für einige Zeit abgedeckt zum Durchziehen in den Kühlschrank.
  • Wenn Du möchtest, braust Du vor dem Servieren einige Stängel Dill mit kaltem Wasser ab und schneidest sie klein. Den klein geschnittenen Dill rührst Du unter oder verwendest ihn zum Garnieren.

Gut zu Wissen

  • Kleinere oder mittelgroße Gurken sind oft aromatischer als die langen Gurken. Es lohnt sich, eine Gurkensorte mit gutem Geschmack auszusuchen, die Du für das Tzatziki-Rezept verwenden kannst.
  • Die Knoblauchmenge lässt sich nach Belieben variieren. Falls Du Tzatziki selber machen möchtest, um es als Dip oder Brotaufstrich zu verwenden, nimmst Du etwas weniger. Dadurch kommt das frische Gurken-Joghurt-Aroma besonders gut zur Geltung. Als Beilage zu Souvlaki und anderen kräftigen Grillfleisch-Gerichten kannst Du auch mehr Knoblauch verwenden.
  • Es ist wichtig, dass keine Stückchen vom Knoblauch übrig bleiben. Statt mit der Knoblauchpresse kannst Du den Knoblauch zusammen mit dem Olivenöl in die Küchenmaschine geben. Dann hackst Du den Knoblauch sehr fein. Er vermischt sich dadurch mit dem Olivenöl und lässt sich bequem unterrühren.
  • Weißweinessig ist der Klassiker für ein griechisches Tzatziki-Original-Rezept. Sein Aroma harmoniert hervorragend mit den weiteren Zutaten. Falls Du keinen hast, nimmst Du einen anderen aromatischen, aber nicht zu scharfen Essig. Eine weitere Möglichkeit ist, den Essig ein wenig zu verdünnen.
  • Der fertige Dip sollte gut abgeschmeckt sein. Du bekommst eine leichte Säure durch den Weißweinessig, Würze durch den schwarzen Pfeffer und die Aromen von Knoblauch, Olivenöl und frischen Gurken. Du hast die richtige Mischung, wenn Du alles herausschmecken kannst, aber alle Zutaten miteinander harmonieren. Damit Du nicht zu stark salzt, nimmst Du zunächst erst eine Prise und fügst zum Schluss bei Bedarf noch mehr hinzu.
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Was ist Tzatziki?


Griechisches Tzatziki ist eine kalte Joghurt-Sauce mit Gurken, Knoblauch und Olivenöl. Sie soll von der indischen Raita-Sauce abstammen. Als die Perser in Teilen Indiens herrschten, lernten sie die Joghurt-Sauce kennen und schätzen. Denn sie milderte die Wirkung der zum Teil scharf gewürzten indischen Gerichte auf angenehme Weise ab. Die Griechen übernahmen von den Persern den köstlichen Gurken-Joghurt-Dip und machten ihn zu einem Nationalgericht. Sein Name beruht auf dem persischen Wort für Kräutermischung, zhazh. In der Türkei und anderen Ländern des Nahen Ostens ist der Dip in ähnlicher Form gleichfalls sehr beliebt.

Zum griechischen Tzatziki-Original-Rezept gehören griechischer Joghurt, Knoblauch, Gurken und Weißweinessig, seltener Rotweinessig. Wie bei vielen traditionellen Rezepten gibt es regionale Varianten. Statt Essig kann Zitronensaft verwendet werden, statt des Dills Petersilie oder Minze. In manchen Rezepten finden sich Zwiebeln, Nüsse oder landestypische Gewürze.

Joghurt oder Quark: Was nimmst Du für ein Tzatziki-Original-Rezept?

Tzatziki selbstgemacht gelingt mit griechischem Joghurt am besten. Das liegt sowohl an seinem Geschmack als auch an seiner Konsistenz. Griechischer Joghurt unterscheidet sich in der Herstellung von anderen handelsüblichen Joghurtvarianten. Er heißt auch Abtropfjoghurt, weil wesentlich mehr Molke entfernt wird. Aus diesem Grund erfordert die Produktion insgesamt mehr Milch als die eines normalen Naturjoghurts. Griechischer Joghurt ist eiweiß- und fettreicher. Durch den Entzug der Molke entsteht eine cremige Masse mit mildem Geschmack. Deswegen gilt er als optimale Basis für ein Tzatziki-Original-Rezept.

Als Alternative für original griechischen Joghurt eignen sich andere Sauermilchprodukte. Neben dem leicht säuerlichen Aroma sollten eine möglichst cremige Konsistenz haben. Bei einem normalen Naturjoghurt ist das oft nicht der Fall. Durch das Verrühren mit Speisequark entsteht eine festere Masse, und das Tzatziki-Rezept gelingt besser als mit reinem Naturjoghurt. Überschüssige Flüssigkeit, die sich während der Lagerung auf den Milchprodukten abgesetzt hast, gießt Du vor der Verarbeitung ab. Eine weitere Möglichkeit ist, Naturjoghurt selbst abtropfen zu lassen. Dazu kannst Du Filterpapier, ein Baumwolltuch oder ein sehr feines Sieb verwenden. In diesem Fall benötigst Du insgesamt mehr Joghurt, da ein Teil des Ausgangsgewichts durch das Abtropfen verloren geht.

Welches Olivenöl brauchst Du für Tzatziki selbstgemacht?

Der Geschmack Deines Olivenöls ist ein entscheidender Faktor, wenn Du Tzatziki selber machen willst. Natives Olivenöl extra – oder extra vergines Olivenöl – ist ein sehr hochwertiges Speiseöl, das sich ausgezeichnet für kalte Speisen eignet. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Art der Verarbeitung. Es stammt aus der ersten Pressung frisch geernteter Oliven und darf nur kalt gepresst werden. Bei diesem Vorgang liegt die Temperatur bei maximal 27 °C. Dadurch bleiben Geschmack und Inhaltsstoffe weitgehend erhalten. Dies bedeutet auch, dass das Aroma der Oliven eine wesentliche Rolle spielt. Ähnlich wie bei Wein gibt es bei Olivenöl ein weites Spektrum an Geschmacksrichtungen. Das Aroma hängt von den verwendeten Olivensorten ab und reicht von mild über fruchtig bis hin zu scharf. Exzellente Olivenöle werden in fast allen Mittelmeerländern produziert. Du hast die freie Wahl, welches Du für das Tzatziki-Rezept verwendest.

Schnell und einfach: veganes Tzatziki selbstgemacht

Wenn Du Dich vegan ernährst, brauchst Du auf die leckere Joghurt-Gurken-Sauce nicht zu verzichten. Denn Tzatziki selbstgemacht, das funktioniert mit veganen Joghurt-Alternativen ebenso gut wie mit einem Joghurt auf Milchbasis. Du musst lediglich eine Joghurtsorte finden, die cremig genug ist, damit Du die richtige Konsistenz erhältst. An den weiteren Zutaten ändert sich nichts. Soja-Joghurt ist leicht zu beschaffen, doch einige Sorten sind etwas zu wässrig. Mit ihnen lässt sich kein cremiger Dip zubereiten. Weitere Alternativen sind Hafermilch-, Mandel- oder Cashew-Joghurts. Diese weisen meist eine etwas festere Konsistenz auf. Wie stark der Eigengeschmack der Zutaten in den Vordergrund tritt, hängt von der Marke ab. Gleiches gilt für Kokosjoghurt. Joghurt auf Lupinen-Basis schmeckt eher neutral. Hier fehlt meist das säuerliche Aroma des Milchprodukts, und Du musst Deine vegane Variante etwas anders abschmecken.

Was passt zu Tzatziki?

Wenn Du Tzatziki selber machen willst, kannst Du ihn zu zahlreichen unterschiedlichen Gerichten servieren. Die griechische Spezialität schmeckt hervorragend als Dip für Gemüse oder als Brotaufstrich. Gerade in den Sommermonaten ist sie ideal für eine Zwischenmahlzeit oder als leichtes Mittagessen. Du musst nur darauf achten, dass sie nicht zu dünnflüssig ausfällt, damit sie gut auf den Gemüsesticks oder dem Brot haftet. Am besten nimmst Du frisch gebackenes Brot. Das kann Pita-Brot sein, Baguette oder auch Vollkornbrot. In Griechenland ist Tzatziki eine traditionelle Sauce für pikante Fleischgerichte, beispielsweise Souvlaki, Kebap oder Moussaka. Sie passt ebenso gut zu anderen Arten von gegrilltem und gebratenem Fleisch. Als Beilage zu Fisch und Meeresfrüchten eignet sich die griechische Joghurt-Sauce ebenfalls ausgezeichnet, beispielsweise zu geräucherten oder gegrillten Forellen, Lachs oder Calamari. Wenn Du vegetarisch oder vegan kochst, servierst Du Falafel, gebackene Kartoffeln, Gemüsepuffer oder gemischte Salate zusammen mit dem frischen Joghurt-Gurken-Dip.

Titelbild von © losinstantes - stock.adobe.com

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